Wer nichts fröhlich beginnt, kann auch nichts Fröhliches schaffen.
– Jean Paul
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Wer nichts fröhlich beginnt, kann auch nichts Fröhliches schaffen.
– Jean Paul
Kein Autor sollte sich über etwas zu schreiben hinsetzen, dem es nicht unbeschreiblich ärgert, daß er keinen Folioband darüber schreiben kann. Wehe ihm, wenn er einen Gedanken sucht und nicht jede Minute 10 abweiset.
– Jean Paul
Die Blumen der Freude im Herbst des Alters geruchlos; des Frühlings in der Jugend vielleicht giftig, die der Mitte recht.
– Jean Paul
Keine Hölle [dauert] ewig.
– Jean Paul
Ein Herz voll Liebe kann alles vergeben, sogar Härte gegen sich, aber nicht Härte gegen andere; denn jene zu verzeihen ist Verdienst, diese aber Mitschuld.
– Jean Paul
Ohne Gott ist das Ich einsam durch die Ewigkeiten hindurch.
– Jean Paul
Leben belebt Leben, und Kinder erziehen besser zu Erziehern als alle Erzieher.
– Jean Paul
Gewiß kein Freund der Gärtnerei wäre zufrieden, wenn auf einmal alles reif gewachsen da stände und er nichts zu tun hätte als zu pflücken.
– Jean Paul
Man tadelt den eignen Hund, der an jedem Fremdling aufhüpft, liebt es aber, wenn es uns geschieht; so hassen wir unsern Schmeichler nicht so sehr als einen fremden.
– Jean Paul
In jeder Zeit ist Krieg, wenn nicht körperlicher, doch geistiger und körperliche Siege fordern geistige heraus.
– Jean Paul
Je älter man wird, desto mehr will man gewöhnlicher erscheinen, um nur nicht die Mühe zu haben, bemerkt zu werden.
– Jean Paul
Es gibt eine Zeit in der Jugend, wo – wegen der Kraft etc. – uns der Skeptizismus gefällt, der uns nachher, näher am Grabe, peinigt.
– Jean Paul
Jede Liebe glaubt an eine doppelte Unsterblichkeit, an die eigne und an die fremde. Wenn sie fürchten kann, jemals aufzuhören, so hat sie schon aufgehört. Es ist für unser Herz einerlei, ob der Geliebte verschwindet oder nur seine Liebe.
– Jean Paul
Wäre nur die Sprache z. B. mehr von der hörbaren als von der sichtbaren Welt entlehnt: so hätten wir eine ganz andere Philosophie und wahrscheinlich eine mehr dynamische als atomistische.
– Jean Paul
Die Völker und die einzelnen Menschen sind nur am besten, wenn sie am frohesten sind, und verdienen den Himmel, wenn sie ihn genießen.
– Jean Paul
Die Freude fliegt als ein so schönfarbiger, schmeichelnder, nichts verletzender Goldfalter um uns; nur legt und läßt er so oft Eier zu gefräßigen Raupen zurück, welche viel und lange verzehren, bis sie sich wieder entpuppen zu leichten Goldfaltern.
– Jean Paul
Schlimme Leute befinden die guten am ersten falsch, weil diese jene nicht bei andern billigen können.
– Jean Paul
An Weibern ist alles Herz, sogar der Kopf.
– Jean Paul
Aus einer Frau ohne Torheiten wäre weiter nichts zu machen als – ein Mann.
– Jean Paul
1 Kuß ist mehr wert als 2 oder gar 20.
– Jean Paul
O das Leben ist ein langer, langer Seufzer vor dem Ausgehen des Atems.
– Jean Paul
Das, was er nicht verbergen konnte, ließ er nicht erst erraten, sondern sagte es selbst, um das Opfer der Aufrichtigkeit zu bringen.
– Jean Paul
Den Schlimmen vertritt der Argwohn die Stelle des Verstandes, und [sie] sind eben darum vor Überlistung beschützt.
– Jean Paul
Wer der Weisheit die Gesundheit opfert, hat meistens die Weisheit auch mitgeopfert.
– Jean Paul
Es ist schlimm, daß man vor lauter heißerer Liebe zu Freunden ihnen gerade das Bestimmteste über ihre ganze Lage zu sagen wagt.
– Jean Paul
Ich wollte, man könnte die Menschen so zahm machen wie die Tiger.
– Jean Paul
Manche wollen nur, daß, nicht wie, man sich entschuldige.
– Jean Paul
Geheimnisse in der Ehe sind gefährlich und nichtig, ihre Scheide bedeckt immer einen Dolch, den die Zeit endlich zieht.
– Jean Paul
Mancher ist im Namen eines Lieblingsautors eifersüchtig – freuet sich über jedes Lob auf ihn –, aber bloß, weil er in sich eine Ähnlichkeit mit diesem ahnet.
– Jean Paul
Solang' ein Weib liebt, liebt es in einem fort – ein Mann hat dazwischen zu tun.
– Jean Paul