Zuversicht auf Menschen und auf Gott ist die letzte und schwerste Tugend.
– Jean Paul
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Zuversicht auf Menschen und auf Gott ist die letzte und schwerste Tugend.
– Jean Paul
Wenn ich mit einem Freunde zürne, werd ich sogleich wieder gut, sobald ich eine Gelegenheit bekomme, ihm einen Dienst zu erweisen etc.
– Jean Paul
Die eine Zeit braucht Männer, um zu entstehen, die andere, um zu bestehen; die unsrige hat sie zu beidem nötig.
– Jean Paul
Lad' ich ein, oder werd' ich eingeladen – zweimal leidet meine Freiheit – aber im Wirtshaus nie.
– Jean Paul
Die Hölle läßt sich als ein unendliches ewiges Schmachten nach Errettung leichter in und durch ihre Schrecken malen, als der Himmel in einem Dasein fester Wonne, welche auch die Hoffnung endigt, da sie jede übertrifft.
– Jean Paul
Mit zu großer Traurigkeit sympathisieren wir leichter als mit zu großer Freude, die Sympathie wächst mit jener, nicht mit dieser.
– Jean Paul
Wer an das Gute im Menschen glaubt, bewirkt das Gute im Menschen.
– Jean Paul
Es gibt Wahrheiten, von denen man hofft, große Menschen werden stärker von ihnen überzeugt sein, als man es selber sein kann.
– Jean Paul
Wie endet die Liebe? Die war's nicht der's geschieht.
– Jean Paul
Eine kurze Enthaltsamkeit ist schwerer als eine lange. Besser, von Sachen als von Menschen abzuhängen.
– Jean Paul
In jeder Liebe ist ein Schmerz, denn welches Geliebte ist glücklich genug, auch wenn man es nicht verliert?
– Jean Paul
Auf Rechte ist niemand stolz, sondern auf Vorrechte.
– Jean Paul
Unser ganzes Leben ist ein nie wiederkommender Geburt[s]tag der Ewigkeit, den wir darum heiliger und freudiger begehen sollten.
– Jean Paul
Warum soll ich den Körper nur schlimm auf mich wirken lassen und nicht ebensowohl vorteilhaft?
– Jean Paul
Gegen der Erde Leid gibt es keinen andern Trost, als den Sternenhimmel.
– Jean Paul
Vor und nach dem irdischen Leben gibt es kein irdisches, aber doch ein Leben.
– Jean Paul
Mensch! hinter dir findest du in deinem Leben lauter Vorsehung, warum nicht vor dir? Kann denn von deiner Vergangenheit die Zukunft abarten?
– Jean Paul
Der Hundaffe, der Schwein- und der Löwenaffe, der Bärenpavian, die Meerkatze erinnern durch die Tierähnlichkeiten, die ihre Menschähnlichkeit durchziehen, an den physiologischen Satz, daß der Mensch Auszug und Gipfelblüte des Tierreichs sei.
– Jean Paul
Mädchen verstecken ihren Kummer leichter als ihre Freuden.
– Jean Paul
In starken Menschen werden große Schmerzen und Freuden zu überschauenden Anhöhen des ganzen Lebensweges.
– Jean Paul
Der Ungläubige an die Menschheit wird ebensooft betrogen als der Gläubige an die Menschen.
– Jean Paul
Nicht an dem höhern und reichern Wuchs von Gipfel und Zweigen ist der Genius am kennbarsten, sondern am Fremdartigen des ganzen Gewächses.
– Jean Paul
Es gibt Pflanzenmenschen, Tiermenschen und Gottmenschen.
– Jean Paul
Man kann keinen Gedanken gut ausdrücken, als den man oft gehabt.
– Jean Paul
Nach Ähnlichkeit der schön polierten englischen Einlegmesser gibts auch Einleg-Kriegsschwerter oder – mit andern Worten – Friedensschlüsse.
– Jean Paul
Eine schöne Frau soll sich schön ankleiden, eine häßliche reich, so gefallen sie zwei Geschlechtern.
– Jean Paul
Unter allen Dingen ist menschliche Bescheidenheit am leichtesten totgeräuchert oder totgeschwefelt, und manches Lob ist so schädlich wie eine Verleumdung.
– Jean Paul
Es gibt Weiber, die man erst lieben muß, um sie zu kennen; was sich sonst umkehrt.
– Jean Paul
Es gibt Leute, die, um tugendhaft zu sein, erst Gelegenheit brauchen.
– Jean Paul
Sprachmaschine ist wegen Menschenähnlichkeit so fürchterlich als Wachsbild.
– Jean Paul