Das Genie liebt Einfalt; der Witz Verwicklung.
– Gotthold Ephraim Lessing
Gefällt 1 mal
- Seite 14 / 17 -
Das Genie liebt Einfalt; der Witz Verwicklung.
– Gotthold Ephraim Lessing
FĂĽr die Wahrheit? Wie vielfach ist sie? Jeder glaubt, sie zu haben, und jeder hat sie anders.
– Gotthold Ephraim Lessing
Der Wille und nicht die Gabe macht den Geber.
– Gotthold Ephraim Lessing
Wer neben den Wissenschaften noch andere Ergötzungen sucht, muß die wahren Süßigkeiten derselben noch nicht geschmeckt haben.
– Gotthold Ephraim Lessing
Der große Mann braucht überall viel Boden, und mehrere, zu nah gepflanzt, zerschlagen sich nur die Äste.
– Gotthold Ephraim Lessing
BegnĂĽgt Euch doch, ein Mensch zu sein!
– Gotthold Ephraim Lessing
Was nutzt mirs, daß mein Freund mit mir gefällig weine?
– Gotthold Ephraim Lessing
Der geizige Dichter Du fragst, warum Semir ein reicher Geizhals ist? Semir, der Dichter? er, den Welt und Nachwelt liest? Weil, nach des Schicksals ew'gem SchluĂź, ein jeder Dichter darben muĂź.
– Gotthold Ephraim Lessing
Man ist in Gefahr, sich auf dem Wege zur Wahrheit zu verirren, wenn man sich um gar keine Vorgänger bekümmert; und man versäumet nicht ohne Not, wenn man sich um alle bekümmern muß.
– Gotthold Ephraim Lessing
Der große Mann braucht überall viel Boden; Und mehrere, zu nah gepflanzt, zerschlagen Sich nur die Äste. Mittelgut, wie wir, Findt sich hingegen überall in Menge. Nur muß der eine nicht den andern mäkeln. Nur muß der Knorr den Knuppen hübsch vertragen. Nur muß ein Gipfelchen sich nicht vermessen, Daß es allein der Erde nicht entschossen.
– Gotthold Ephraim Lessing
Gleichgültigkeit! Gleichgültigkeit an die Stelle der Liebe? – Das heißt, Nichts an die Stelle von Etwas.
– Gotthold Ephraim Lessing
Dem Menschen ist alles eher angenehm zu machen, als seine Pflicht […|.
– Gotthold Ephraim Lessing
Die Komödie kann ganz wohl zu rühren fähig sein, und gleichwohl von der Tragödie noch weit entfernt bleiben, indem sie weder eben dieselben Leidenschaften rege macht, noch aus eben derselben Absicht, und durch eben dieselben Mittel, als die Tragödie zu tun pflegt.
– Gotthold Ephraim Lessing
Du bist, wie du warst.
– Gotthold Ephraim Lessing
Den wahren Weg einschlagen ist oft bloĂźes GlĂĽck; um den rechten Weg bekĂĽmmert sein, gibt allein Verdienst.
– Gotthold Ephraim Lessing
Die Geschichte soll nicht das Gedächtnis beschweren, sondern den Verstand erleuchten.
– Gotthold Ephraim Lessing
Wer eine Ausnahme schildert, schildert unstreitig das minder natĂĽrliche.
– Gotthold Ephraim Lessing
Die Musen verlangen Einsamkeit, und nichts verjagt sie eher, als der Tumult.
– Gotthold Ephraim Lessing
Das kann es nicht heißen. Wir glauben itzt keine Gespenster, kann also nur so viel heißen: in dieser Sache, über die sich fast eben so viel dafür als darwider sagen läßt, die nicht entschieden ist, und nicht entschieden werden kann, hat die gegenwärtig herrschende Art zu denken den Gründen darwider das Übergewicht gegeben; einige wenige haben diese Art zu denken, und viele wollen sie zu haben scheinen; diese machen das Geschrei und geben den Ton; der größte Haufe schweigt und verhält sich gleichgültig, und denkt bald so, bald anders, hört beim hellen Tage mit Vergnügen über die Gespenster spotten, und bei dunkler Nacht mit Grausen davon erzählen.
– Gotthold Ephraim Lessing
Der Buchstabe ist nicht der Geist, und die Bibel ist nicht die Religion.
– Gotthold Ephraim Lessing
Als wenn man nur, die Leser klug zu machen, schriebe! Genug, wenn man zeigt, daĂź man selbst klug ist.
– Gotthold Ephraim Lessing
Philotas: Ich bin Sohn und Soldat, und habe weiter keine Einsicht, als die Einsicht meines Vaters und meines Feldherrn. Aridäus: Es zeiget einen großen Verstand, seinen Verstand so zu verleugnen.
– Gotthold Ephraim Lessing
Man muss nicht reicher scheinen wollen, als man ist.
– Gotthold Ephraim Lessing
Wenn du einmal von einem außerordentlichen Undanke hören solltest, so untersuche ja alle Umstände genau, bevor du einen Menschen mit einem so abscheulichen Schandflecke brandmarken lässest.
– Gotthold Ephraim Lessing
Natur tut allzeit mehr als Demonstration.
– Gotthold Ephraim Lessing
Man ist niemandem in der Welt etwas schuldig, als sich selber.
– Gotthold Ephraim Lessing
Alle Dichter wollen weniger gelobt und fleiĂźiger gelesen sein.
– Gotthold Ephraim Lessing
Die beste Anbetung […] ist dankende Freude.
– Gotthold Ephraim Lessing
EntschluĂź ist Vorsatz, Tat.
– Gotthold Ephraim Lessing
So schreibet unserer Freundschaft Nur gleich den Abschiedbrief!
– Gotthold Ephraim Lessing