Die Einheit der Handlung war das erste dramatische Gesetz der Alten; die Einheit der Zeit und die Einheit des Ortes waren gleichsam nur Folgen aus jener. […]

- Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessing

Klugwort Reflexion zum Zitat

Gotthold Ephraim Lessing erläutert hier die klassischen Regeln des Dramas, insbesondere die Bedeutung der Einheit der Handlung. Diese Regel besagt, dass ein Drama einer klaren, zusammenhängenden Handlung folgen soll. Die Einheit von Zeit und Ort ergibt sich als logische Konsequenz daraus, um die Glaubwürdigkeit und Klarheit der Geschichte zu bewahren.

Diese Reflexion zeigt, wie strukturelle Vorgaben in der Kunst das Werk formen und die Wahrnehmung des Publikums lenken. Lessing betont, dass eine kohärente Handlung das Fundament einer überzeugenden Erzählung bildet.

Auch in modernen Erzählformen bleibt diese Idee relevant. Obwohl heutige Werke flexibler mit Zeit und Ort umgehen, ist die Konsistenz der Handlung nach wie vor entscheidend für das Verständnis und die emotionale Wirkung eines Werkes.

Das Zitat regt dazu an, über die Bedeutung von Struktur in künstlerischen Arbeiten nachzudenken und deren Einfluss auf das Erzählen von Geschichten zu erkennen.

Zitat Kontext

Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) war ein deutscher Dramatiker und Literaturtheoretiker. In seinen Schriften setzte er sich intensiv mit den klassischen Regeln des Dramas auseinander.

Das Zitat stammt aus seinen theoretischen Überlegungen zur Dramentheorie, insbesondere im Zusammenhang mit der *Poetik* von Aristoteles. Lessing forderte eine Befreiung vom starren Regelwerk der Antike und plädierte für mehr kreative Freiheit.

Seine Gedanken prägen bis heute das Verständnis von Dramaturgie und regen zur kritischen Auseinandersetzung mit künstlerischen Konventionen an.

Daten zum Zitat

Autor:
Gotthold Ephraim Lessing
Tätigkeit:
deutscher Dichter, Schriftsteller, Philosoph und Dramatiker
Epoche:
Aufklärung
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Emotion:
Keine Emotion