Der Begriff ist der Mann; das sinnliche Bild des Begriffes ist das Weib; und die Worte sind die Kinder, welche beide hervorbringen.
– Gotthold Ephraim Lessing
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Der Begriff ist der Mann; das sinnliche Bild des Begriffes ist das Weib; und die Worte sind die Kinder, welche beide hervorbringen.
– Gotthold Ephraim Lessing
Sie werden sagen, daĂź ich eine besondere Gabe habe, etwas Gutes an etwas Schlechtem zu entdecken. Die habe ich allerdings; und ich bin stolzer darauf, als auf alles was ich weiĂź und kann.
– Gotthold Ephraim Lessing
Was fĂĽr Redner sind wir nicht, wenn der Rheinwein aus uns spricht!
– Gotthold Ephraim Lessing
Aber Gewisse Dinge will ich lieber schlecht, Nach andrer Willen, machen; als allein Nach meinem, gut.
– Gotthold Ephraim Lessing
Zug um Zug ist eine Regel in der Handlung, aber nicht in der Freundschaft. Handel und Wandel leidet keine Freundschaft, aber Freundschaft leidet auch keinen Handel und Wandel.
– Gotthold Ephraim Lessing
So gar verliebt sind wir nicht, daĂź uns nicht hungerte.
– Gotthold Ephraim Lessing
Freu dich mit mir! Es ist so traurig, sich allein zu freuen. (Quelle: Minna von Barnhelm; 1767)
– Gotthold Ephraim Lessing
Niemanden kann ich sehn, auch mich sieht niemand an: wie viele Blinde seh' ich armer, blinder Mann.
– Gotthold Ephraim Lessing
Wer nur einen Geschmack hat, hat keinen Geschmack.
– Gotthold Ephraim Lessing
Gott! Gott! worauf können Menschen einen Glauben gründen, durch den sie ewig glücklich zu werden hoffen!
– Gotthold Ephraim Lessing
Die logische Ordnung unserer Gedanken ist nicht immer die, in welcher wir sie andern mitteilen. Aber sie ist die, welche vor allen Dingen der Gegner aufsuchen muĂź, wenn sein Angriff nach der Billigkeit sein soll.
– Gotthold Ephraim Lessing
Die größte Deutlichkeit war mir immer die größte Schönheit.
– Gotthold Ephraim Lessing
So wie es selten Komplimente gibt, ohne alle LĂĽgen, so finden sich auch selten Grobheiten ohne alle Wahrheit.
– Gotthold Ephraim Lessing
An einen geizigen Vater Verlangt dein Kind ein Freier, Der wenig nach der Mitgift fragt; So denke, was das Sprichwort sagt: Sehr wohlfeil ist sehr teuer.
– Gotthold Ephraim Lessing
Das böse Weib Ein einzig böses Weib lebt höchstens in der Welt: Nur schlimm, daß jeder seins für dieses einz'ge hält.
– Gotthold Ephraim Lessing
Begreifst du aber, Wie viel andächtig schwärmen leichter, als Gut handeln ist? wie gern der schlaffste Mensch Andächtig schwärmt, um nur, – ist er zu Zeiten Sich schon der Absicht deutlich nicht bewußt – Um nur gut handeln nicht zu dürfen?
– Gotthold Ephraim Lessing
Auch mit seinem Verdachte muĂź man niemand beleidigen.
– Gotthold Ephraim Lessing
Der wahre Bettler ist der wahre König.
– Gotthold Ephraim Lessing
Auf Galethee Die gute Galathee! Man sagt, sie schwärz' ihr Haar; Da doch ihr Haar schon schwarz, als sie es kaufte, war.
– Gotthold Ephraim Lessing
Und was habe ich denn zu versäumen? Ist nicht die ganze Ewigkeit mein?
– Gotthold Ephraim Lessing
Die Suche nach Wahrheit ist köstlicher als deren gesicherter Besitz.
– Gotthold Ephraim Lessing
Ein Präservativ ist auch eine schätzbare Arzenei; und die ganze Moral hat kein kräftigeres, wirksameres, als das Lächerliche.
– Gotthold Ephraim Lessing
Dem Alter, nicht der Jugend sei´s geklagt, wenn uns das Alter nicht behagt.
– Gotthold Ephraim Lessing
In der Natur ist alles mit allem verbunden; alles durchkreuzt sich, alles wechselt mit allem, alles verändert sich eines in das andere.
– Gotthold Ephraim Lessing
Wenn sie aus Liebe närrisch wird, so wäre sie es früher oder später auch ohne Liebe geworden.
– Gotthold Ephraim Lessing
Die Schönheit der Seele bringt auch in einen ungestalteten Körper Reize; so wie ihre Häßlichkeit dem vortrefflichsten Baue und den schönsten Gliedern desselben, ich weiß nicht was eindrückt, das einen unzuerklärenden Verdruß erwecket.
– Gotthold Ephraim Lessing
Das Wort Zeitvertreib sollte der Name einer Arznei, irgend eines Opiats, eines schlafmachenden Mittels sein, durch das uns auf dem Krankenbette die Zeit unmerklich verstreicht: aber nicht der Name eines VergnĂĽgens.
– Gotthold Ephraim Lessing
O wahrhaftig, das schlechte Buch ist rar, in welches sich gar nichts Gutes, auch nicht von ungefähr, eingeschlichen hätte!
– Gotthold Ephraim Lessing
Jeder liebt sich selber nur Am meisten. [Aus der Ringparabel]
– Gotthold Ephraim Lessing
Kunstwörter müssen dann der Dummheit Blöße decken, Und ein gelehrt Zitat macht Zierden selbst zu Flecken. (Quelle: Fragmente und Fabeln; 1772)
– Gotthold Ephraim Lessing