Und weil er uns sonst niederhaut, Drum preisen wir ihn alle laut.
– Johann Nepomuk Nestroy
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Und weil er uns sonst niederhaut, Drum preisen wir ihn alle laut.
– Johann Nepomuk Nestroy
Die Linke soll nicht wissen, was die Rechte tut; es weiß aber auch die Rechte nicht, was die Linke tut, und das wird nämlich am sichersten dadurch erzweckt, wenn beide Teile gar nichts tun.
– Johann Nepomuk Nestroy
Die Erde ist ein himmlischer Planet, auf dem die Unglücklichen ein höllisches Leben haben.
– Johann Nepomuk Nestroy
Die edelste Nation unter allen Nationen ist die Resignation.
– Johann Nepomuk Nestroy
Ein übergroßer Teil der Allgemeinheit ist zu gemein, um was Gemeines jemals zu vergessen.
– Johann Nepomuk Nestroy
Streut Kaviar unters Volk - damit der Pöbel ausrutscht!
– Johann Nepomuk Nestroy
Das ist ja das größte Vorrecht einer Million, daß man damit so dumm daherreden kann, als man will, und doch was gilt.
– Johann Nepomuk Nestroy
Das Vorurteil ist eine Mauer, von der sich noch alle Köpfe, die gegen sie angerannt sind, mit blutige Kopfe zurückgezogen haben.
– Johann Nepomuk Nestroy
Sie reden von Ihren Rechten der Geburt, und ich studier grad, ob es recht is, daß Sie geboren sind.
– Johann Nepomuk Nestroy
Reich oder arm, das Schicksal findet bei jedem das Fleckerl heraus, wo er kitzlig ist.
– Johann Nepomuk Nestroy
Wenn man den Weltlauf so betracht't, so muß einem das auffallen, wie der Himmel die Welt laufen läßt, er schaut sich gar nicht viel um um sie, aber sie muß doch laufen, wie er will. Ah, kommod hat sich's der Himmel eingericht, da ist gar nichts zu sagen.
– Johann Nepomuk Nestroy
Und dann ist – Gott sei Dank – die Zeit vorbei, wo das "Geheimer Rat" eine Auszeichnung war. Ein guter, ehrlicher Rat darf jetzt nicht mehr geheim sein, das ganze Volk muß ihn hören können, sonst ist Rat und Ratgeber keinen Groschen wert!
– Johann Nepomuk Nestroy
Geduld – verdammtes Wort! – Im Wörterbuch der Liebenden ist's nicht zu finden.
– Johann Nepomuk Nestroy
Fassen Sie Mut, schonen Sie sich, das sind die albernen Gemeinplätze, die keinen Seufzer ersticken, keine Träne trocknen – Worte, ohne Überzeugung an widerstrebende Herzen gerichtet, können nie das große Vorrecht haben, das nur der Zeit zukommt.
– Johann Nepomuk Nestroy
Sie sind zu alt zum Rinaldini! Streichen Sie also den Grundsatz: »Was nicht dein g'hört, das laß liegen« nicht voreilig aus Ihrem Finanzsystem!
– Johann Nepomuk Nestroy
Das Beweisfordern is eine wahre Malträtierung der Menschheit. Wie schön könnt' man sich ausreden, wenn das nicht wär'.
– Johann Nepomuk Nestroy
Laßt's mich aus, die Natur kränkelt auch an einer unerträglichen Stereotypigkeit.
– Johann Nepomuk Nestroy
Die Stellung in der Gesellschaft macht es zur Pflicht, den Geist zu erweitern und das Herz zusammenzuziehen.
– Johann Nepomuk Nestroy
Der Trunk ist ein Laster; darüber kann ich mitreden, denn ich trinke schon seit Jahren.
– Johann Nepomuk Nestroy
Der Gescheite macht den Vorgesetzten oft darauf aufmerksam, was er Dummes tut -- und das ist dumm.
– Johann Nepomuk Nestroy
Wer sein Glück nur in Träumen findet, paßt nicht zu wirklichen Freuden.
– Johann Nepomuk Nestroy
Da ich nicht stolz sein konnte, bin ich demütig geworden, um mir die Scham zu ersparen, niederträchtig zu werden.
– Johann Nepomuk Nestroy
Im Haus schmeckt einem der beste Trunk nicht. Im Wirtshaus muß man sein, da ist das schlechteste G'säuf ein haut goût.
– Johann Nepomuk Nestroy
Wenn man das Notwendigste auf Borg nimmt und die Luxusgegenstände schuldig bleibt, dann kann man mit wenigem leben.
– Johann Nepomuk Nestroy
Das ist eine grassierende Krankheit bei den Männern, dass so viele nicht so sind, wie sie sein sollen.
– Johann Nepomuk Nestroy
Der Mensch kennt ein Hauptwort nur, und das heißt Ich.
– Johann Nepomuk Nestroy
Die Perücke ist eine falsche Behauptung.
– Johann Nepomuk Nestroy
Oh, für Zukunft gibt's schon ein Mittel. Gar nicht dran denken!
– Johann Nepomuk Nestroy
Wenn der Zufall zwei Wölfe zusammenführt, fühlt gewiß keiner die geringste Beklemmung über das, daß der andere ein Wolf is; aber zwei Menschen können sich nie im Wald begegnen, ohne daß nicht jeder denkt, der Kerl könnt' ein Rauber sei.
– Johann Nepomuk Nestroy
Mir war der verlorene Sohn immer verächtlich, aber nicht deswegen, weil er ein Schweinehirt war, sondern weil er wieder nach Haus gekommen ist.
– Johann Nepomuk Nestroy