Wie haben Sie s' denn fortgebracht? — "Frauenzimmer beseelt der Geist des Widerspruchs. Ich hab ihr g'sagt, daß ich s' sitzen laß, gleich is sie gegangen!"
– Johann Nepomuk Nestroy
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Wie haben Sie s' denn fortgebracht? — "Frauenzimmer beseelt der Geist des Widerspruchs. Ich hab ihr g'sagt, daß ich s' sitzen laß, gleich is sie gegangen!"
– Johann Nepomuk Nestroy
Wissen's eigentlich, was ein Wachmann ist? – Ein in Tuch gehülltes Abführmittel.
– Johann Nepomuk Nestroy
Heiratsfähige Töchter sollte man eigentlich »Ringkämpferinnen« nennen.
– Johann Nepomuk Nestroy
Die Phönizier haben das Geld erfunden – aber warum so wenig?
– Johann Nepomuk Nestroy
Ja, die Lieb – die Lieb, das ist die Köchin, die am meisten anrichtet in der Welt.
– Johann Nepomuk Nestroy
Ich habe alle meine Spiegel abgeschafft, weil sie die Frechheit haben, mein Gesicht, das doch einzig in seiner Art ist, zu verdoppeln.
– Johann Nepomuk Nestroy
Groß ist des Vorurteils bindende Kraft.
– Johann Nepomuk Nestroy
Ein Mädchen sitzenzulassen ist auf alle Fälle billiger als Heiraten.
– Johann Nepomuk Nestroy
Täuschung ist die feine, aber starke Kette, die durch alle Glieder der Gesellschaft sich zieht; betrügen oder betrogen werden, das ist die Wahl, und wer glaubt, es gibt ein Drittes, betrügt sich selbst.
– Johann Nepomuk Nestroy
Man glaubt nicht, was jeder Mensch glaubt, was er für ein Mensch ist.
– Johann Nepomuk Nestroy
Es läßt sich nichts finden, man muß den Dingen beistehen, daß sie sich finden lassen.
– Johann Nepomuk Nestroy
Die edelste Nation unter allen Nationen ist die Resignation.
– Johann Nepomuk Nestroy
Muß sich den die Zukunft gerade als Rosentempel präsentieren? Es ist ja genug, wenn sie sich als bequemlichkeitsgepolsterter Schlafsessel zeigt.
– Johann Nepomuk Nestroy
Der Mensch ist auch ein Federvieh. Denn gar mancher zeigt, sobald er eine Feder in die Hand nimmt, was er für ein Vieh ist.
– Johann Nepomuk Nestroy
Wenn zwei Ephen-Seelen sich aneinander anranken, das is so, wie wenn zwei Besoffene einander nachhaus führen wollen.
– Johann Nepomuk Nestroy
Der Mensch soll nie ohne Parapluie sein, es ist die großartigste Waffe: aufgespannt ist es Schild, zugemacht ist es Schwert, und horizontal gebraucht ist es Lanze.
– Johann Nepomuk Nestroy
Die Erde ist ein Himmelskörper, auf dem viele ein höllisches Leben führen.
– Johann Nepomuk Nestroy
Die Zukunft ist eine undankbare Person, die gerade nur die quält, die sich recht sorgsam um sie kümmern.
– Johann Nepomuk Nestroy
Wenn der Zufall nicht wär', wie viel gelinget denn in der Welt? Der Zufall ist die Muttermilch, an der sich jeder Plan vollsaugen muß, wenn er zum kräftigen Erfolg heranreifen soll.
– Johann Nepomuk Nestroy
Der Ruf eines siebzehnjährigen Mädchens ist heiklicher, als wenn a Tabakschnupfer an weiße Pikeeweste an zieht.
– Johann Nepomuk Nestroy
Es ist unmöglich, die Menschen glücklich zu machen. Ihre eigene Natur duldet es nicht. Alles, was man erreichen kann, ist eine allgemeine, mäßige Unzufriedenheit, bei möglichst großer Sicherheit des Daseins.
– Johann Nepomuk Nestroy
Es gibt mitunter geniale Herzen, die der Zeit vorauseilen und den Ersatz schon vor dem Verlust finden.
– Johann Nepomuk Nestroy
Im Haus schmeckt einem der beste Trunk nicht. Im Wirtshaus muß man sein, da ist das schlechteste G'säuf ein haut goût.
– Johann Nepomuk Nestroy
Die Schönheit vergeht, die Dummheit hält ewig.
– Johann Nepomuk Nestroy
Der Trunk ist ein Laster; darüber kann ich mitreden, denn ich trinke schon seit Jahren.
– Johann Nepomuk Nestroy
Es ist wirklich ein Luxus vom Schicksal, daß es Pfeile schleudert; an seinen Fügungen sieht man ohnedem, daß es das Pulver nicht erfunden hat.
– Johann Nepomuk Nestroy
Still schleicht das Schicksal herum auf dieser Welt; der eine hat den Beutel, der andre, der hat's Geld.
– Johann Nepomuk Nestroy
Ich bitt Ihnen, schrein S' nicht so – wenn's meine Frau höret, ich wär des Todes –! "A Frau hast? Und fürchst di vor ihr? Das söhnt mich wieder a bisserl mit 'n Schicksal aus."
– Johann Nepomuk Nestroy
Großzügigkeit verhilft zu Ansehen.
– Johann Nepomuk Nestroy
Das Glück ist das neue Tor, vor dem der Unglückliche als Kuh dasteht.
– Johann Nepomuk Nestroy