Wir betrügen und schmeicheln niemanden durch so feine Kunstgriffe als uns selbst.
– Arthur Schopenhauer
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Wir betrügen und schmeicheln niemanden durch so feine Kunstgriffe als uns selbst.
– Arthur Schopenhauer
Blonde verlangen durchaus Schwarze oder Braune; aber nur selten diese jene. Der Grund hiervon ist, daß blondes Haar und blaue Augen schon eine Spielart, fast eine Abnormität ausmachen: den weißen Mäusen, oder wenigstens den Schimmeln analog.
– Arthur Schopenhauer
Lesen ist gleichbedeutend damit, mit dem Kopf eines anderen zu denken, anstatt mit dem eigenen.
– Arthur Schopenhauer
Wie jeder der heimliche Theaterdirektor seiner Träume ist, so auch jenes Schicksal, welches unseren wirklichen Lebenslauf beherrscht.
– Arthur Schopenhauer
Langeweile ist nur die Kehrseite der Faszination: Beide hängen davon ab, dass man sich außerhalb und nicht innerhalb einer Situation befindet, und das eine führt zum anderen.
– Arthur Schopenhauer
Ist doch unsere zivilisierte Welt nur eine große Maskerade.
– Arthur Schopenhauer
Was Luther in der Kirche, ist Bako [Francis Bacon] in der Naturwissenschaft.
– Arthur Schopenhauer
Aber Optimismus ist, in den Religionen, wie in der Philosophie, ein Grundirrtum, der aller Wahrheit den Weg vertritt.
– Arthur Schopenhauer
Geiz [ist] das Laster des Alters, wie Verschwendung das der Jugend.
– Arthur Schopenhauer
Einsamkeit ist das Los aller hervorragenden Geister. (Quelle: „Parerga und Paralipomena“)
– Arthur Schopenhauer
Daß das Altertum mit so viel Unschuld bekleidet vor uns steht, ist doch bloß, weil es das Christentum nicht kannte.
– Arthur Schopenhauer
Mit Recht ist gesagt worden: das Gehirn denkt, wie der Magen verdaut.
– Arthur Schopenhauer
Alle Lumpe sind gesellig, zum Erbarmen.
– Arthur Schopenhauer
Die Deutschen zu loben? – Dazu würde mehr Vaterlandsliebe erfordert, als man nach dem Lose, welches mir geworden, billigerweise von mir verlangen kann.
– Arthur Schopenhauer
Nicht was die Dinge objektiv und wirklich sind, sondern was sie für uns, in unserer Auffassung, sind, macht uns glücklich oder unglücklich: Dies eben besagt Epiktets: Nicht die Dinge, sondern die Meinungen über die Dinge erregen die Menschen.
– Arthur Schopenhauer
Ehre bedeutet, dass ein Mensch nicht außergewöhnlich ist; Ruhm, dass er es ist. Ruhm ist etwas, das man sich erkämpfen muss; Ehre ist nur etwas, das man nicht verlieren darf.
– Arthur Schopenhauer
Die Welt ist eben die Hölle, und die Menschen sind einerseits die gequälten Seelen und andererseits die Teufel darin.
– Arthur Schopenhauer
Wer sich nicht mit der Löwenhaut bekleiden kann, der nehme den Fuchspelz.
– Arthur Schopenhauer
Ganz glücklich, in der Gegenwart, hat sich noch kein Mensch gefühlt; er wäre denn betrunken gewesen.
– Arthur Schopenhauer
Ein Heiliger kann voll des absurdesten Aberglaubens sein, oder er kann umgekehrt ein Philosoph sein: Beides gilt gleich. Sein Tun allein beurkundet ihn als Heiligen.
– Arthur Schopenhauer
Der Glaube ist wie die Liebe: er lässt sich nicht erzwingen. Daher ist es ein missliches Unternehmen, ihn durch Staatsmaßregeln einführen, oder befestigen zu wollen: Denn, wie der Versuch, Liebe zu erzwingen, Haß erzeugt; so der, Glauben zu erzwingen, erst rechten Unglauben.
– Arthur Schopenhauer
Der bloße Begriff ist für die echte Tugend so unfruchtbar, wie für die echte Kunst.
– Arthur Schopenhauer
Ich kriege mit der Zeit auch Autorität. Man muss nur hübsch alt werden, da gibt sich alles.
– Arthur Schopenhauer
Reichtum ist wie Meerwasser: Je mehr wir davon trinken, desto durstiger werden wir; das Gleiche gilt für den Ruhm.
– Arthur Schopenhauer
Jedoch haben die Menschen, in der Regel, die Schwäche, lieber Andern, welche übernatürliche Quellen vorgeben, als ihrem eigenen Kopfe zu trauen.
– Arthur Schopenhauer
Es gibt Kamele mit einem Höcker und welche mit zweien. Aber die größten haben gar keinen.
– Arthur Schopenhauer
Daher also, daher, aus dem Orkus kommt alles, und dort ist schon jedes gewesen, das jetzt Leben hat: – wären wir nur fähig, den Taschenspielerstreich zu begreifen, vermöge dessen das geschieht; dann wäre alles klar.
– Arthur Schopenhauer
Es gibt wenige Dinge, welche so sicher die Leute in gute Laune versetzen, wie wenn man ihnen ein beträchtliches Unglück, davon man kürzlich betroffen worden, erzählt oder auch irgendeine persönliche Schwäche ihnen unverhohlen offenbart.
– Arthur Schopenhauer
Selbst der ärmste Tropf, der nichts hat, worauf er stolz sein kann, hat immer noch sein Vaterland.
– Arthur Schopenhauer
Man muß aber nicht vergessen, daß Franzosen stets Franzosen bleiben, d.h. faul, leichtsinnig, windbeutlich.
– Arthur Schopenhauer