Einen Krieg beginnen, heißt nichts weiter, als einen Knoten zerhauen, statt ihn auflösen.
– Christian Morgenstern
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Einen Krieg beginnen, heißt nichts weiter, als einen Knoten zerhauen, statt ihn auflösen.
– Christian Morgenstern
Darum können Zeitungen so sehr schaden, weil sie den Geist so unsäglich dezentrieren, recht eigentlich zer–streuen.
– Christian Morgenstern
Ich definiere den Humor als die Betrachtungsweise des Endlichen vom Standpunkte des Unendlichen aus.
– Christian Morgenstern
Der Mensch ist mein Fach und hier will ich bis zum Ă„uĂźersten gehen.
– Christian Morgenstern
Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal, ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht.
– Christian Morgenstern
Meine Harmonie ist nur Balance.
– Christian Morgenstern
Alles Denken ist Zurechtmachen.
– Christian Morgenstern
Es ist das Interessante an BĂĽchern, ĂĽber denen man eigentlich den Verstand verlieren mĂĽĂźte, daĂź man durch sie vielmehr an Verstand gewinnt.
– Christian Morgenstern
StoĂź-Seufzer Gib mir Juden, Russen, Franzmann, Blut und Geist auf alle Weise, doch erspar mir deine, Landsmann, sogenannten bessern Kreise.
– Christian Morgenstern
Alles Leben steht auf Messers Schneide. Gleite aus und du ertrinkst in Leide.
– Christian Morgenstern
In Christus ist zum ersten Mal auf der Erde Gott selbst sich zum Bewußtsein gekommen. In Christus erkannte Gott als Mensch zum ersten Mal sich selbst. Seitdem sind fast zweitausend Jahre vergangen. Aber freilich: ›Tausend Jahre sind vor Ihm wie ein Tag.‹
– Christian Morgenstern
Mein Hauptorgan ist das Auge. Alles geht bei mir durch das Auge ein.
– Christian Morgenstern
Für mich gibt es nur ein Mittel, um die Achtung vor mir selbst nicht einzubüßen: Fortwährende Kritik.
– Christian Morgenstern
Die Mutter der Tiefe heiĂźt: Schuld.
– Christian Morgenstern
Geh einfach Gottes Pfad, laĂź nichts sonst FĂĽhrer sein, so gehst du recht und grad, und gingst du ganz allein.
– Christian Morgenstern
Wie mancher geht an GrĂĽbelnsqual zugrunde, weil er gehangen an zu vielem Munde.
– Christian Morgenstern
Eine schwache Persönlichkeit wird manchmal eine stärkere Persönlichkeit werden können als eine starke Persönlichkeit.
– Christian Morgenstern
Vor einem Kirchhof: Die abgelegten Kleider Gottes.
– Christian Morgenstern
Oft überfällt dich plötzlich eine heftige Verwunderung über ein Wort: Blitzartig erhellt sich dir die völlige Willkür der Sprache, in welcher unsere Welt begriffen liegt, und somit die Willkür dieses unseres Weltbegriffes überhaupt.
– Christian Morgenstern
Möchten sich doch alle darüber klar werden, daß wir außer Männchen und Weibchen auch noch Menschen sind.
– Christian Morgenstern
Eine wenn auch noch so leichte Sentimentalität gehört unstreitig zum Charme jeder Frau. Sie ist die Verbürgerin jener Augenblicke, wo wir ihr ganz Schutz, ganz Ruhe, ganz Meer sein dürfen.
– Christian Morgenstern
Geben und Nehmen, ein Gesetz aller Entwickelung.
– Christian Morgenstern
Zuhause ist da, wo man dich wieder aufnimmt, auch wenn du mal etwas falsch gemacht hast.
– Christian Morgenstern
Wer am Menschen nicht scheitern will, trage den unerschĂĽtterlichen EntschluĂź des Durch-ihn-lernen-Wollens wie einen Schild vor sich her.
– Christian Morgenstern
Überall dem Selbstverständlichen zum Wort verhelfen – das ist ein großes Geheimnis.
– Christian Morgenstern
Der Welt Schlüssel heißt Demut. Ohne ihn ist alles Klopfen, Horchen, Spähen umsonst.
– Christian Morgenstern
Ein berĂĽhmter Arzt ist wie eine junge Millionenerbin. Er weiĂź nie, wie weit man ihn als Menschen und nicht nur als Arzt liebt.
– Christian Morgenstern
Es ist der Schritt, der erobert. ›En marche‹ – ist eines der schönsten Worte der Welt.
– Christian Morgenstern
Glaube mir, daß eine Stunde der Begeisterung mehr gilt als ein Jahr gleichmäßig und einförmig dahinziehenden Lebens.
– Christian Morgenstern
›Leiden‹ kann man an allem, aber um ›krank‹ zu sein, muß einen ein fremdes Etwas besitzen, muß man der Sklave seiner Krankheit geworden sein. Ich möchte den Satz aufstellen: Kein wahrhaft freier Mensch kann krank sein.
– Christian Morgenstern