Oh, ich verleumde meine Erde nicht; ich liebe sie – nur sei sie mir nicht Schranke! Sie ist mir nicht der letzte Seins-Gedanke, so wenig wie ihr Licht das letzte Licht.

- Christian Morgenstern

Klugwort Reflexion zum Zitat

Christian Morgenstern bringt in diesem Zitat seine tiefe Verbundenheit zur Erde zum Ausdruck, lehnt jedoch gleichzeitig die Vorstellung ab, dass diese Erde das ultimative Ziel oder die letzte Wahrheit des Daseins ist. Er liebt die Welt und erkennt ihre Schönheit und Bedeutung an, möchte jedoch nicht, dass sie seine Perspektive auf die grenzenlose Möglichkeit des Seins einschränkt. Diese Haltung spiegelt einen spirituellen Drang nach Transzendenz wider, nach einem Streben über die physische Existenz hinaus.

Das Zitat regt zum Nachdenken an, wie wir unsere Welt schätzen können, ohne uns von ihrer Begrenztheit einschränken zu lassen. Es ermutigt dazu, sowohl die irdischen Freuden zu genießen als auch offen für die Möglichkeit einer größeren metaphysischen Realität zu sein.

Zitat Kontext

Christian Morgenstern war ein deutscher Schriftsteller, der für seine philosophischen und spirituellen Gedichte bekannt ist. Dieses Zitat entstammt einer Zeit, in der er sich intensiv mit metaphysischen Fragen auseinandersetzte, stark beeinflusst durch seine Beschäftigung mit der Anthroposophie und der Idee eines höheren Seins jenseits der materiellen Welt.

Daten zum Zitat

Autor:
Christian Morgenstern
Tätigkeit:
deutscher Schriftsteller und Dichter
Epoche:
Moderne
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Emotion:
Keine Emotion