Wenn sie wissen, dass sie nicht wissen, können die Menschen ihren eigenen Weg finden.
– Laozi
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Wenn sie wissen, dass sie nicht wissen, können die Menschen ihren eigenen Weg finden.
– Laozi
Reisen ist besonders schön, wenn man nicht weiß, wohin es geht. Aber am allerschönsten ist es, wenn man nicht mehr weiß, woher man kommt.
– Laozi
Es gab etwas Ununterscheidbares und doch Vollkommenes, das vor Himmel und Erde existierte. Lautlos und formlos, hängt es von nichts ab und verändert sich nicht. Es wirkt überall und ist frei von Gefahren. Man kann es als die Mutter des Universums bezeichnen. Ich kenne seinen Namen nicht; ich nenne ihn Tao.
– Laozi
Besser als einer, der weiĂź, was recht ist, ist einer, der liebt, was recht ist, und besser als einer, der liebt, was recht ist, ist einer der Begeisterung fĂĽhlt fĂĽr das, was recht ist.
– Laozi
Leicht ist es, das noch Ruhende zu lenken, dem erst Kommenden zuvorzukommen, das noch Schwache zu beugen, das noch Kleine zu meistern. Darum ordne die Dinge in ihrem Noch-nicht-Sein! Lenke im Keim, was später ungelenk und unlenkbar ist!
– Laozi
Denn Sein und Nichtsein erzeugen einander.
– Laozi
Das Universum ist vollkommen. Es kann nicht verbessert werden. Wer es verändern will, verdirbt es. Wer es besitzen will, verliert es.
– Laozi
Zeiten des Flammens und Zeiten des Erkaltens,
– Laozi
Weisheit waltet durch Nicht-Tun. Woher ich das weiß? Weil es so ist: Je mehr Verwaltung und Verbote, umso mehr Gewalt und Armut. Je mehr Gewalt und Waffen, umso mehr Unruhe und Widerstand. Je mehr Schlauheit und Berechnung, umso mehr Verschlagenheit und Rückschläge. Je mehr Verordnungen, umso mehr Feinde der Ordnung.
– Laozi
Die alten Weisen, Täter des Tao, brachten den Menschen nicht die Vielfalt des Wissens, sondern lehrten die Einfalt der Weisheit. Denn Vielwisser sind Zielungewisse und schwer zu leiten. Wer die Menschen nur durch Wissensmehrung fördern will, führt sie ins Verderben.
– Laozi
Sei zufrieden mit dem, was du hast; freu dich, wie die Dinge sind. Wenn du erkennst, dass es dir an nichts fehlt, gehört dir die ganze Welt.
– Laozi
Derjenige, der weiĂź, dass genug genug ist, wird immer genug haben.
– Laozi
Des Himmels Sinn ist segnen, ohne zu schaden. Des Berufenen Sinn ist wirken, ohne zu streiten.
– Laozi
Der Werdegang eines Weisen ist zweierlei Art: Entweder wird er von allen in der Welt geehrt, wie eine Blume, die ihr Haupt schwingt, oder er verschwindet im stillen Wald.
– Laozi
Die sanftesten Dinge auf der Welt überwinden die härtesten Dinge auf der Welt.
– Laozi
Dem Geist, der still ist, gibt sich das ganze Universum hin.
– Laozi
Wenn der GroĂźe Weg untergeht, werden auch Moral und Pflicht untergehen. Wenn Klugheit und Wissen aufkommen, werden groĂźe LĂĽgen gedeihen. Wenn die Verwandten sich zerstreiten, wird es Kinderpflicht und Liebe geben. Wenn Staaten in Verwirrung geraten, wird es treue Diener geben.
– Laozi
Zeiten der Kraft und Zeiten der Schwäche,
– Laozi
Ich stehe still, gelassen und wunschlos, wie ein Neugeborenes, das noch nicht lächelt, wie ein Heimatloser, den nichts mehr hält.
– Laozi
Gut geht, wer ohne Spuren geht.
– Laozi
Wenn Tugend verloren geht, erscheint Wohlwollen, wenn Wohlwollen verloren geht, erscheint rechtes Verhalten, wenn rechtes Verhalten verloren geht, erscheint Zweckmäßigkeit. Zweckmäßigkeit ist der bloße Schatten von Recht und Wahrheit; sie ist der Anfang von Unordnung.
– Laozi
Andere zu beherrschen ist Stärke. Sich selbst zu beherrschen, ist wahre Macht.
– Laozi
Wer sich bei der Menschenlenkung auf das Tao verlässt, versucht nicht, Entscheidungen zu erzwingen oder Feinde mit Waffengewalt zu besiegen. Denn für jede Kraft gibt es eine Gegenkraft. Gewalt, auch wenn sie in guter Absicht angewandt wird, fällt immer auf einen selbst zurück.
– Laozi
Der Weise hortet nicht. Je mehr er anderen hilft, desto mehr profitiert er selbst, je mehr er anderen gibt, desto mehr bekommt er selbst. Der Weg des Himmels tut einem Gutes, aber er schadet niemals einem. Der Weg des Weisen ist zu handeln, aber nicht zu konkurrieren.
– Laozi
Menschen fĂĽhren, indem man hinter ihnen geht.
– Laozi
Schmiegsam und geschmeidig ist der Mensch, wenn er geboren wird, starr, störrig und steif, wenn er stirbt. Biegsam, weich und zart sind Kräuter und Bäume im Wachstum, dürr, hart und stark im Entwerden. Darum gehören Starre und Stärke zum Tode, Weichheit und Zartheit zum Leben.
– Laozi
Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling.
– Laozi
Klugheit ist: andere erkennen. Sich selbst erkennen ist: Weisheit. Macht ist: andere meistern. Sich selbst meistern ist: Kraft. Wille ist: andere bescheiden. Sich selbst bescheiden ist: Fülle. Herr sein über sich selbst heißt: bestehen. Besteh’n auch über den Tod heißt: Leben.
– Laozi
Wer sich auf die Zehen stellt, steht nicht fest.
– Laozi
Stets sorge, dass das Volk ohne Wissen und Wunsch sei. Und sorge zugleich, dass die Wissenden nicht zu handeln wagen.
– Laozi