Ich stehe still, gelassen und wunschlos, wie ein Neugeborenes, das noch nicht lächelt, wie ein Heimatloser, den nichts mehr hält.

- Laozi

Laozi

Klugwort Reflexion zum Zitat

Laozi beschreibt in diesem Zitat einen Zustand tiefer Gelassenheit und Loslösung von weltlichen Wünschen und Bindungen. Er vergleicht diesen Zustand mit der Unschuld eines Neugeborenen und der Ungebundenheit eines Heimatlosen, die beide in ihrer Einfachheit frei von Erwartungen und Ablenkungen sind. Dies ist ein Ausdruck des daoistischen Ideals, im Einklang mit dem Dao zu leben, indem man sich von äußeren Zwängen und innerem Verlangen befreit. 

Die Reflexion über dieses Zitat zeigt, dass Laozi uns einladen möchte, die Kraft des Stillstands und der inneren Ruhe zu erkennen. In einer Welt, die oft von Aktivität und Streben geprägt ist, kann das bewusste Loslassen von Wünschen und das Akzeptieren des Moments eine Quelle tiefer Zufriedenheit sein. Der Zustand des ‚Nichtstrebens‘ ist kein Zeichen von Passivität, sondern ein Ausdruck von Weisheit und innerer Freiheit. 

Das Zitat regt dazu an, über das eigene Verhältnis zu Wünschen, Zielen und Bindungen nachzudenken. Wie oft treiben uns unsere Sehnsüchte an, ohne dass wir die Möglichkeit erkennen, innezuhalten und die Fülle des Moments zu genießen? Laozi erinnert uns daran, dass wahre Gelassenheit und Frieden aus der Fähigkeit kommen, loszulassen und mit dem Fluss des Lebens zu gehen. 

In einer modernen Welt, die oft von Hektik und materiellen Zielen dominiert wird, bleibt Laozi’s Gedanke zeitlos. Er lädt uns dazu ein, die Schönheit der Einfachheit und der inneren Stille zu entdecken und uns von unnötigen Belastungen zu lösen. Sein Zitat ist ein Appell, die Weisheit des Loslassens und der Gelassenheit als Weg zu tieferem Verständnis und Harmonie zu erkennen.

Zitat Kontext

Laozi, der legendäre chinesische Philosoph und Begründer des Daoismus, betonte in seinen Lehren oft die Bedeutung von Einfachheit, Gelassenheit und innerem Frieden. Dieses Zitat spiegelt seine Philosophie wider, dass das Loslassen von Verlangen und Bindungen der Schlüssel zu einem Leben im Einklang mit dem Dao ist. 

In der daoistischen Lehre wird der Zustand des ‚Nicht-Handelns‘ (Wu Wei) als ideal angesehen – ein Zustand, in dem man ohne Anstrengung und Widerstand mit dem natürlichen Fluss des Lebens lebt. Laozi’s Worte drücken diese Harmonie aus, indem sie das Bild eines unschuldigen Neugeborenen und eines ungebundenen Wanderers verwenden. 

Auch heute hat dieses Zitat eine starke Relevanz, da es uns daran erinnert, dass innerer Frieden nicht aus dem Erreichen von Zielen, sondern aus dem Loslassen von Erwartungen entsteht. Laozi’s Worte laden dazu ein, die Einfachheit und die Schönheit des Augenblicks zu schätzen und sich von unnötigem Streben und Sorgen zu befreien.

Daten zum Zitat

Autor:
Laozi
Tätigkeit:
chinesischer Philosoph
Epoche:
Frühe Antike
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Emotion:
Keine Emotion