Wilhelm Busch Zitate
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Ein Buch ist ja keine Drehorgel, womit uns der Invalide unter dem Fenster unerbittlich die Ohren zermartert. Ein Buch ist sogar noch zurückhaltender, als das doch immerhin mit einer gewissen offenen Begehrlichkeit von der Wand herabschauende Bildnis. Ein Buch, wenn es so zugeklappt daliegt, ist ein gebundenes, schlafendes, harmloses Tierchen, welches keinem was zuleide tut. Wer es nicht aufweckt, den gähnt es nicht an; wer ihm die Nase nicht gerade zwischen die Kiefern steckt, den beißts auch nicht.
– Wilhelm Busch
Oft trifft man wen, der Bilder malt, viel seltener wen, der sie bezahlt.
– Wilhelm Busch
Der Weise äußert sich vorsichtig, der Narr mit Bestimmtheit über das kommende Wetter.
– Wilhelm Busch
Tugend will ermuntert werden, Bosheit kann man schon allein.
– Wilhelm Busch
Böses Weib soll man dem Teufel zum Geburtstag schenken.
– Wilhelm Busch
Dunkle Zukunft Fritz, der mal wieder schrecklich träge, Vermutet, heute gibt es Schläge, Und knöpft zur Abwehr der Attacke Ein Buch sich unter seine Jacke, Weil er sich in dem Glauben wiegt, Daß er was auf den Buckel kriegt. Die Schläge trafen richtig ein. Der Lehrer meint es gut. Allein Die Gabe wird für heut gespendet Mehr unten, wo die Jacke endet, Wo Fritz nur äußerst leicht bekleidet Und darum ganz besonders leidet. Ach, daß der Mensch so häufig irrt Und nie recht weiß, was kommen wird!
– Wilhelm Busch
Drum lebe mäßig, denke klug! Wer nichts gebraucht, der hat genug!
– Wilhelm Busch
So dich jemand auf die linke Backe schlägt, so reiße ihm das rechte Auge aus und wirf es von dir!
– Wilhelm Busch
Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden.
– Wilhelm Busch
Lamm: »Warum zerrupfst du mein Kleid?« Dornenstrauch: »Weil es mich freut.«
– Wilhelm Busch
Ente gut, alles gut!
– Wilhelm Busch
»Genug«, wenn's kommt, ist immer zuwenig, wenn's da ist.
– Wilhelm Busch
Die Nationalität ist eben ein Ding, was keiner bei lebendigem Leib los wird, er mag kratzen, soviel er will.
– Wilhelm Busch
So sind wir nun: kriechen heraus, hantieren hier oben eine Zeitlang scheinbar selbständig hin und her und legen uns dann ganz still wieder unter die Kruste.
– Wilhelm Busch
Das wäre also auch mißraten. Doch ist's noch Zeit zu neuen Taten. –
– Wilhelm Busch
Selbst der Sperling, dieser nichtsnutzige Vogel, ist besorgt um seine Eier.
– Wilhelm Busch
Die laute Welt und ihr Ergötzen, Als eine störende Erscheinung, Vermag der Weise nicht zu schätzen.
– Wilhelm Busch
Die gute Unterhaltung besteht nicht darin, daß man selbst etwas Gescheites sagt, sondern daß man etwas Dummes anhören kann.
– Wilhelm Busch
Erquicklich ist die Mittagsruh, Nur kommt man oftmals nicht dazu.
– Wilhelm Busch
Ein böses Wort läuft bis ans Ende der Welt.
– Wilhelm Busch
Niemand holt sein Wort wieder ein.
– Wilhelm Busch