Unsere Handlungen scheinen ihre Glücks- und Unglückssterne zu haben, denen ein großer Teil des Tadels und des Lobes gebührt, das den Handlungen selbst zuteil wird.
– François de La Rochefoucauld
Noch keine Likes
- Seite 27 / 29 -
Unsere Handlungen scheinen ihre Glücks- und Unglückssterne zu haben, denen ein großer Teil des Tadels und des Lobes gebührt, das den Handlungen selbst zuteil wird.
– François de La Rochefoucauld
Es ist, als hätten die Menschen nicht genug an ihren Fehlern; sie vergrößern ihre Zahl noch durch gewisse seltsame Eigenheiten, mit denen sie sich herausputzen, und pflegen sie so eifrig, daß sie schließlich zu natürlichen Fehlern werden, die abzulegen nicht mehr in ihrer Macht steht.
– François de La Rochefoucauld
Die stürmischsten Leidenschaften lassen uns manchmal in Ruhe, aber die Eitelkeit treibt uns immer an.
– François de La Rochefoucauld
Wiederangeknüpfte Freundschaften erfordern größere Sorgfalt als jene, die nie gebrochen worden sind.
– François de La Rochefoucauld
Man muss fast genauso gut wissen, wie man von guten Ratschlägen profitieren kann, wie man selbst handeln kann.
– François de La Rochefoucauld
Der Geist läßt sich immer vom Herzen betrügen.
– François de La Rochefoucauld
Es gibt kaum Menschen, die beim ersten Nahen des Alters nicht erkennen lassen, woran ihr Geist oder Körper zugrunde gehen wird.
– François de La Rochefoucauld
Kleinliche Begriffe erzeugen den Starrsinn, und nicht leicht reicht unser Glaube weiter als unser Auge.
– François de La Rochefoucauld
Wir können nichts lieben, als was auf uns Bezug hat, und wir folgen bloß unserem Geschmack und unserem Vergnügen, wenn wir unsere Freunde uns selbst vorziehen. Nichtsdestoweniger ist es gerade dieser Vorzug, welcher die Freundschaft wahr und vollkommen macht.
– François de La Rochefoucauld
Die Beredsamkeit liegt weniger im Tone der Stimme, in Augen und Mienen einer Person als in der Wahl der Worte.
– François de La Rochefoucauld
Wir verzeihen unseren Freunden leicht die Fehler, die uns nicht berühren.
– François de La Rochefoucauld
Sind wir einer Aufgabe nicht mehr gewachsen, so verlieren wir auch die Lust daran.
– François de La Rochefoucauld
Der Reiz der Neuheit und die lange Gewohnheit hindern uns, so widriger Natur sie auch sein mögen, gleich stark die Fehler unserer Freunde zu bemerken.
– François de La Rochefoucauld
Es gibt Verbrechen, die durch ihre Pracht, ihre Anzahl und ihre Übertreibung unschuldig und sogar glorreich werden.
– François de La Rochefoucauld
Der Eigennutz spricht alle Sprachen und spielt alle Rollen, sogar die Selbstlosigkeit.
– François de La Rochefoucauld
Die Gewalt, die uns angetan wird, macht uns oft weniger Pein als die, die wir uns selbst antun.
– François de La Rochefoucauld
Schamröte ist die Blüte der Keuschheit, wenn diese als Instinkt wirkt. Wird aber diese eine Tugend, verwelkt jene.
– François de La Rochefoucauld
Derselbe Hochmut, der uns die Fehler, von denen wir uns frei glauben, tadeln läßt, läßt uns jene guten Eigenschaften verachten, die wir nicht besitzen.
– François de La Rochefoucauld
Eigenliebe ist klüger als der klügste Mann der Welt.
– François de La Rochefoucauld
Wenn wir der Versuchung widerstehen, dann gewöhnlich deshalb, weil die Versuchung schwach ist und nicht, weil wir stark sind.
– François de La Rochefoucauld
Es ist fast immer ein Fehler des Liebenden, nicht zu merken, wenn er nicht mehr geliebt wird.
– François de La Rochefoucauld
Es gibt nur eine Art von Liebe, aber es gibt tausend Nachahmungen.
– François de La Rochefoucauld
Wer seine Gesundheit durch allzu strenge Lebensweise zu erhalten sucht, begibt sich damit in eine fortlaufende und langweilige Krankheit.
– François de La Rochefoucauld
Die Wahrheit stiftet nicht so viel Gutes in der Welt, wie ihr Schein Schlechtes.
– François de La Rochefoucauld
Es liegt nicht in der Macht der geschicktesten Verstellung, Liebe lange zu verbergen, wo sie wirklich ist, oder sie lange vorzutäuschen, wo sie nicht ist.
– François de La Rochefoucauld
Wir verzeihen in dem Maße, in dem wir lieben.
– François de La Rochefoucauld
Man täuscht sich sehr, wenn man glaubt, daß nur stürmische Leidenschaften, wie Liebe und Eifersucht, die übrigen besiegen könnten. Die Trägheit, so schlaff sie auch ist, wird ihrer doch oft Meisterin; sie schleicht sich bei allen Entwürfen ein und vernichtet unmerklich Leidenschaften wie Tugenden.
– François de La Rochefoucauld
Man geht oft von der Liebe zum Ehrgeiz über, aber selten kehrt man vom Ehrgeiz zur Liebe zurück.
– François de La Rochefoucauld
Dankbarkeit ist ein ausgeprägter Sinn für Gefälligkeiten, die noch ausstehen.
– François de La Rochefoucauld
Die Eigenliebe ist die gewaltigste Schmeichlerin.
– François de La Rochefoucauld