Große Eroberer werden immer angestaunt werden, und die Universalhistorie wird ihre Perioden nach ihnen zuschneiden. Das ist traurig, es liegt aber in der menschlichen Natur. Gegen den großen und starken Körper selbst eines Dummkopfs, wird immer der kleine des größesten Geistes, und sonach der große Geist selbst verächtlich erscheinen, wenigstens für den größesten Teil der Welt, und das so lange Menschen Menschen sind. Den großen Geist im kleinen Körper vorzuziehn ist Überlegung, und zu der erheben sich die wenigsten Menschen. Bei einem Viehmarkt sind immer die Augen auf den größesten und fettesten Ochsen gerichtet.
Augen Zitate
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Arzt, hilf dir selber: so hilfst du auch deinem Kranken noch. Das sei seine beste Hilfe, dass er den mit Augen sehe, der sich selber heil macht.
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Demnach ist Genialität die Fähigkeit, sich rein anschauend zu verhalten, sich in die Anschauung zu verlieren und die Erkenntnis, welche ursprünglich nur zum Dienste des Willens da ist, diesem Dienste zu entziehn, d.h. sein Interesse, sein Wollen, seine Zwecke, ganz aus den Augen zu lassen, sonach seiner Persönlichkeit sich auf eine Zeit völlig zu entäußern, um als rein erkennendes Subjekt, klares Weltauge, übrig zu bleiben: und dieses nicht auf Augenblicke; sondern so anhaltend und mit so viel Besonnenheit, als nötig ist, um das Aufgefasste durch überlegte Kunst zu wiederholen und »was in schwankender Erscheinung schwebt, zu befestigen in dauernden Gedanken«.
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Auf ein altes Mädchen Dein Auge glüht nicht mehr, wie einst, Und deine Wang' ist nicht mehr rot, Und wenn du jetzt vor Sehnsucht weinst, So gilt es keinem, als dem Tod. Nichts bist du, als ein Monument, Das, halb verwittert und gering, Nur kaum noch einen Namen nennt, Mit dem ein Leben unterging. Doch, wie hervor die Toten geh'n Aus ihrer Gruft in mancher Nacht, Darfst du zuweilen aufersteh'n Zu altem Glanz und alter Pracht, Wenn tief dich ein Gefühl ergreift, Wie es vielleicht dich einst bewegt, Und dir den Schnee vom Herzen streift, Der längst sich schon darauf gelegt. Da bist du wieder, wie zuvor, Und was die Mutter einst entzückt, Wodurch du der Gespielen Chor Einst anspruchlos und still beglückt, Das Alles ist noch einmal dein, Von einem Wunderstrahl erhellt, Gleichwie vom späten Mondenschein Die rings in Schlaf begrabne Welt. Mir aber wird es trüb zu Mut, Mir sagt ein unbekannter Schmerz, Daß tief in dir verschlossen ruht, Was Gott bestimmt hat für mein Herz, Und will's dann hin zu dir mich zieh'n, Ach, mit allmächtiger Gewalt, So muß ich stumm und blutend flieh'n, Denn du bist wieder tot und kalt.
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Es sind die Augen der anderen, die uns ruinieren. Wenn ich blind wäre, würde ich weder schöne Kleider noch schöne Häuser oder schöne Möbel wollen.
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Was wir nur über die Ohren erfahren, macht weniger Eindruck auf unser Gemüt als das, was sich dem vertrauenswürdigen Auge präsentiert.
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Der Maler malt eigentlich mit dem Auge: Seine Kunst Kunst ist die Kunst, regelmäßig und schön zu sehen.
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Gottes Schatzkammer, in der er die Gaben seiner Kinder aufbewahrt, wird wie der Vorrat mancher Mütter an Reliquien ihrer Kinder sein, voll von Dingen, die für andere keinen Wert haben, aber in seinen Augen wertvoll sind, weil sie um der Liebe willen in ihnen waren.
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Jesus Christus gehörte zum wahren Geschlecht der Propheten. Er sah mit offenen Augen das Geheimnis der Seele. Angezogen von ihrer strengen Harmonie, hingerissen von ihrer Schönheit, lebte er in ihr und hatte dort sein Dasein. Als einziger in der ganzen Geschichte schätzte er die Größe des Menschen.
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Mitten in der Nacht wachte sie auf und träumte von riesigen weißen Köpfen, die wie Rüben aussahen und mit riesigen schwarzen Augen an den Enden endloser Hälse hinter ihr herliefen. Aber da sie eine vernünftige Frau war, unterdrückte sie ihre Ängste, drehte sich um und schlief wieder ein.
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Wer seinem Freunde nicht ins Auge schauen kann, kann´s auch dem Feinde nicht und ist ein schlechter Mann.
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Wenige Minuten zuvor hatte ich nur drei Dinge vor Augen: die Unermesslichkeit der Nacht, des Raums und der Natur, meine eigene Schwäche und Angst und den nahenden Tod.
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Die Sensibilität der Frau war jahrhundertelang durch die Einflüsse des gemeinsamen Wohnzimmers geschult worden. Die Gefühle der Menschen wurden ihr eingeprägt, persönliche Beziehungen hatte sie immer vor Augen. Als die bürgerliche Frau sich dem Schreiben zuwandte, schrieb sie daher natürlich Romane.
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In der Welt Augen ist eine gemutmaßte Wahrheit beinahe so viel als Gewissheit.
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Derjenigen unter den Menschen, die nach Grundsätzen verfahren, sind und waren immer die wenigsten. Derer, so aus gutherzigen Trieben handeln, sind weit mehrere. Derer, die ihr allerliebstes Selbst als den einzigen Beziehungspunkt ihrer Bemühungen starr vor Augen haben und die um den Eigennutz als um die große Achse alles zu drehen suchen, gibt es die meisten.
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Der Rang, so wichtig er in den Augen des großen Haufens und der Philister, und so groß sein Nutzen im Getriebe der Staatsmaschine sein mag, läßt sich, für unsern Zweck, mit wenigen Worten abfertigen. Es ist ein konventioneller, d. h. eigentlich ein simulierter Wert: seine Wirkung ist eine simulierte Hochachtung, und das Ganze eine Komödie für den großen Haufen.
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In dem Moment, als ich zum ersten Mal Liebe hörte, gab ich meine Seele, mein Herz und meine Augen auf.
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In meinen Augen ist die Journalistik eine große National-Vergiftung. Die Folgen derselben werden schrecklich sein, denn sie wird, je mehr sie sich verbreitet, um so schlechter und ist schon jetzt fast ganz entsittlicht.
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Dies eine aber müssen sich alle vor Augen halten, dass nämlich der Nutzen eines jeden Einzelnen und der Nutzen der Allgemeinheit identisch sind.
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Es war ein ungeheuer männliches und doch finsteres Gesicht, das uns zugewandt war. Mit der Stirn eines Philosophen oben und dem Kiefer eines Sensualisten unten, muss der Mann mit großen Fähigkeiten für das Gute oder das Böse gestartet sein. Aber man konnte nicht in seine grausamen blauen Augen mit den hängenden, zynischen Lidern oder auf die grimmige, aggressive Nase und die bedrohliche, tiefgezogene Stirn schauen, ohne die deutlichsten Gefahrensignale der Natur zu erkennen.
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Erst das Auge schafft die Welt.
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Ich fürchte, ich langweile dich mit diesen Details, aber ich muss dir meine kleinen Schwierigkeiten vor Augen führen, wenn du die Situation verstehen willst.
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Was wäre es doch für ein Segen, wenn wir die Ohren so mühelos auf- und zumachen könnten wie die Augen.
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Ich schaue in mich selbst. Ich sehe die Welt draußen kaum. Meine Augen blicken nach innen. Es ist mir egal, was die Menschen tun oder sagen, ich jedenfalls suche die wahren Dinge.
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Der Mensch ist immer ein Phänomen. Er sieht nicht schön aus: Irgendwie heißt sein Name und Ruhlos sein Schuh, sein Rock heißt Elend, seine Zunge Eitelkeit, sein Eingeweide Wollust, sein Herz Flamme, sein Auge Sonnenheimweh, sein Wanderstab Nirgendsheim und seine bittere Nahrung Er selbst.
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Nicht der äußere Mensch, aber der innere hat Spiegel nötig. Man kann sich nicht anders ganz sehen, als im Auge eines fremden Sehers.
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Ich habe mich zu einem Vorhaben entschlossen, das keinen Präzedenzfall hat und keinen Nachahmer finden wird. Ich will meinen Mitmenschen einen Menschen vor Augen führen, der in jeder Hinsicht der Natur entspricht, und dieser Mensch werde ich selbst sein.
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Der sexus sequior ist sequior in jedem Betracht: Warten Sie, daß sie in meinem Alter sein werden, wie Ihnen dann diese kurzbeinigen, langleibigen, schmalschultrigen, breithüftigen mit Zitzen exornierten Persönchen vorkommen werden: Auch Ihre Gesichter sind nichts, gegen die der schönsten Jünglinge, zumal die Augen, ohne Energie.
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O daß Ihrs begreifen lerntet! daß Euch die Schuppen fielen vom Auge!
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Eine schöne Frau gefällt den Augen, eine gute dem Herzen; die eine ist ein Kleinod, die andere ein Schatz.
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