Nachts Die dunkle Nacht hüllt Berg und Thal, Ringsum die tiefste Stille; Die Sterne zittern allzumal In ihrer Wolkenhülle; Der Mond mit seinem rothen Schein Blickt in den finstern Bach hinein, Der sich durch Binsen windet. Ich schreite in die Nacht hinaus, Entgegen jenem Schimmer, Der aus dem forstverlornen Haus Sich stiehlt mit schwachem Flimmer. Jetzt lischt's mit einmal aus, das Licht, Ich seh' es, doch mich kümmert's nicht; Je dunkler, um so besser. Du glaubst, zum Liebchen schleich' ich mich? Die könnt' ich näher haben: Nach jenem Kirchhof weis' ich dich, Dort liegt sie längst begraben. Dieß aber ist das kleine Haus, Da ging sie ehmals ein und aus In seligen süßen Stunden. Nun thut's mir wohl, den Weg zu geh'n, Wo ich mich oft entzückte, Das kleine Fenster anzuseh'n, Wo ich sie sonst erblickte; Die Bank zu grüßen, wo sie saß, Den Busch, von dem sie Beeren las, Die Blumen, die sie noch pflanzte.
Abend, Nacht Zitate
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Das kann es nicht heißen. Wir glauben itzt keine Gespenster, kann also nur so viel heißen: in dieser Sache, über die sich fast eben so viel dafür als darwider sagen läßt, die nicht entschieden ist, und nicht entschieden werden kann, hat die gegenwärtig herrschende Art zu denken den Gründen darwider das Übergewicht gegeben; einige wenige haben diese Art zu denken, und viele wollen sie zu haben scheinen; diese machen das Geschrei und geben den Ton; der größte Haufe schweigt und verhält sich gleichgültig, und denkt bald so, bald anders, hört beim hellen Tage mit Vergnügen über die Gespenster spotten, und bei dunkler Nacht mit Grausen davon erzählen.
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Und jede Nacht, gegen Mitternacht, drehte ich den Riegel seiner Tür und öffnete sie - ach so vorsichtig!
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Ich bin ein Träumer. Ich weiß so wenig über das wirkliche Leben, dass ich nicht anders kann, als solche Momente in meinen Träumen wieder zu erleben, denn solche Momente habe ich nur sehr selten erlebt. Ich werde die ganze Nacht, die ganze Woche, das ganze Jahr von dir träumen.
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Der Tod, das ist die kühle Nacht, Das Leben ist der schwüle Tag.
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Es war eine wunderbare Nacht, eine Nacht, wie sie nur möglich ist, wenn man jung ist, lieber Leser.
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Beide lesen die Bibel Tag und Nacht, aber du liest schwarz, wo ich weiß lese.
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O und die Nacht, die Nacht, wenn der Wind voller Weltraum uns am Angesicht zehrt -, wem bliebe sie nicht, die ersehnte, sanft enttäuschende, welche dem einzelnen Herzen mühsam bevorsteht. Ist sie den Liebenden leichter? Ach, sie verdecken sich nur mit einander ihr Los.
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Ich weigere mich, die Ansicht zu akzeptieren, dass die Menschheit auf so tragische Weise an die sternenlose Mitternacht des Rassismus und des Krieges gebunden ist, dass der helle Tagesanbruch des Friedens und der Brüderlichkeit niemals Wirklichkeit werden kann... Ich glaube, dass die unbewaffnete Wahrheit und die bedingungslose Liebe das letzte Wort haben werden.
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Wer stehlen will, und zwar bei Nacht, Braucht eine Diebslaterne.
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Wie schön und gut wären alle Menschen, wenn sie jeden Abend vor dem Einschlafen die Ereignisse des Tages vor Augen riefen und prüften, was an ihrem eigenen Verhalten gut und was schlecht gewesen ist.
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Mr. Sherlock Holmes... war morgens meist sehr spät dran, außer bei den nicht seltenen Gelegenheiten, bei denen er die ganze Nacht wach war.
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Irrtum ist die Nacht des Geistes und die Falle der Unschuld.
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Ich wollte keine Kajütenpassage nehmen, sondern lieber vor den Mast und auf das Deck der Welt gehen, denn dort konnte ich das Mondlicht inmitten der Berge am besten sehen. Ich möchte jetzt nicht unter Deck gehen.
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Der gleiche Strom des Lebens, der Tag und Nacht durch meine Adern fließt, fließt durch die Welt und tanzt in rhythmischen Maßen.
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Sonne. Sie glüht ewig. Sie leidet unsäglich. Wir leben von ihrem Leiden. Sie verzehrt sich in ihrer Liebe Tag und Nacht. Vom Tode lebt das Leben. Ein Opfertod macht die Welt erst möglich.
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Ich begann nach Mitternacht am Küchentisch zu schreiben. Es dauerte zehn Monate, bis das erste Buch fertig war; ich schickte es an einen Verlag und bekam eine Art Preis, es war also wie ein Traum - ich war überrascht, dass es passierte.
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Es heißt, dass die dunkelste Stunde der Nacht kurz vor der Morgendämmerung kommt.
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Du kannst mich anschreien, mich um Mitternacht für einen Dreh anrufen, mich stundenlang warten lassen - solange das, was am Ende auf dem Bildschirm erscheint, perfekt ist.
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Die Dunkelheit der Nacht kann manchmal unsere tiefsten Ängste und Sorgen widerspiegeln.
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Wir sind's, wir! Wir haben unsre Lust daran, uns in die Nacht des Unbekannten, in die kalte Fremde irgend einer andern Welt zu stürzen, und, wär es möglich, wir verließen der Sonne Gebiet und stürmten über des Irrsterns Grenzen hinaus.
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Ich spüle jeden Abend den Abwasch - andere Leute machen das freiwillig, aber ich mag es so, wie ich es mache.
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Wenn du heute Abend etwas tun willst, was du morgen bereuen wirst, dann schlaf aus.
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Unwissenheit ist die Nacht des Geistes, eine Nacht ohne Mond und Sterne.
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Mancher ward erst sehend, als die Nacht über ihn hereinbrach.
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Als Thomas Edison bis spät in die Nacht am elektrischen Licht arbeitete, musste er das mit einer Gaslampe oder einer Kerze tun. Ich bin sicher, dass die Arbeit dadurch viel dringender erschien.
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Nichts ist so trüb in Nacht gestellt, Der Morgen leicht macht's wieder gut.
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Ein Mädchen klopfte die ganze Nacht an meine Zimmertür! Schließlich habe ich sie rausgelassen.
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Ja wohl ist sie im Schatten [diese Erde]. Aber der Mensch ist höher als sein Ort: er sieht empor und schlägt die Flügel seiner Seele auf, und wenn die sechzig Minuten, die wir sechzig Jahre nennen, ausgeschlagen haben: so erhebt er sich und entzündet sich steigend, und die Asche seines Gefieders fället zurück, und die enthüllte Seele kömmt allein, ohne Erde und rein wie ein Ton, in der Höhe an – – Hier aber sieht er mitten im verdunkelten Leben die Gebirge der künftigen Welt im Morgengolde einer Sonne stehen, die hienieden nicht aufgeht: so erblickt der Einwohner am Nordpol in der langen Nacht, wo keine Sonne mehr aufsteigt, doch um zwölf Uhr ein vergüldendes Morgenrot an den höchsten Bergen, und er denkt an seinen langen Sommer, wo niemals untergeht.
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Am Abend wird man klug, für den vergangnen Tag. Doch nicht klug genug, für den der kommen mag.
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