Wenn solche Menschen, die jenseits von Hoffnung und Angst sind, in ihrem düsteren Verstand beginnen, die Quelle ihres Leids zu sehen, kann es für diejenigen, die ihnen Unrecht getan haben, eine böse Zeit sein. Der schwache Mensch wird stark, wenn er nichts hat, denn nur dann kann er den wilden, verrückten Rausch der Verzweiflung spüren. Hoch und stark die Schlösser, niedrig und schwach die Reisighütte; aber Gott helfe dem Seigneur und seiner Dame, wenn die Männer aus dem Reisig ihre Hände an das Werk der Rache legen! Durch.

- Arthur Conan Doyle

Arthur Conan Doyle

Klugwort Reflexion zum Zitat

In diesem Zitat von Arthur Conan Doyle wird die Macht des Menschen in seiner Verzweiflung thematisiert. Der Autor spricht von einem Zustand der Verzweiflung, in dem ein Mensch, der nichts zu verlieren hat, seine innere Stärke und die Fähigkeit zu unvorstellbaren Taten entdeckt. Das Bild des 'schwachen' Menschen, der stark wird, wenn er keine Hoffnung mehr hat, zeigt den gefährlichen Aspekt der Verzweiflung und wie sie Menschen zu extremen Handlungen treiben kann. Die Wendung von Schwäche zu Stärke verdeutlicht, dass der wahre Kampf nicht immer gegen äußere Umstände geht, sondern gegen das innere, unterdrückte Bedürfnis nach Rache und Gerechtigkeit.

Das Zitat hebt die Tatsache hervor, dass Verzweiflung und Ungerechtigkeit die Menschen in eine gefährliche Richtung lenken können, die zu unkontrollierbaren Handlungen führt. Die Bilder von hoch und stark gemauerten Schlössern im Gegensatz zu der schwachen Reisighütte lassen eine symbolische Bedeutung erkennen: Wohlstand und Macht können ebenso zerbrechlich sein, wie die Armen und Schwachen plötzlich eine unaufhaltsame Kraft entwickeln können, die sie zur Rache motiviert. Es ist eine Warnung vor den dunklen Seiten menschlicher Natur und die Kraft, die aus dem Gefühl des Unrechts entsteht.

Der Gedanke, dass der wahre Zorn der Schwachen in ihrem vermeintlichen Mangel an Macht liegt, ist eine tiefgründige Reflexion über die menschliche Psychologie. Sie fordert dazu auf, über die Gefahren der Unterdrückung und den Einfluss von Rache nachzudenken, und zeigt die potenziellen Folgen auf, wenn Menschen sich von Verzweiflung und Zorn leiten lassen.

Zitat Kontext

Arthur Conan Doyle, bekannt durch seine Sherlock-Holmes-Geschichten, war ein vielseitiger Schriftsteller und Denker, der sich in seinen Werken nicht nur mit Kriminalfällen, sondern auch mit gesellschaftlichen und moralischen Themen auseinandersetzte. In diesem Zitat geht es weniger um die typischen Detektivgeschichten, sondern mehr um die psychologischen Tiefen der menschlichen Natur und die dunklen Seiten der Rache und Verzweiflung.

In dieser Passage beschreibt Conan Doyle eine Situation, in der Menschen, die unterdrückt oder schlecht behandelt wurden, in ihrer Verzweiflung eine zerstörerische Kraft entwickeln. Sie wird als gefährliche Transformation von Schwäche in Macht dargestellt, wobei die Menschen in einem Zustand der totalen Hoffnungslosigkeit zur Quelle ihres Leids zurückkehren und daraufhin einen unaufhaltbaren Wunsch nach Rache entwickeln.

Das Zitat spiegelt Doyles kritische Sicht auf die menschliche Natur wider, insbesondere die psychologischen Auswirkungen von Ungerechtigkeit und Verzweiflung. Der Autor lässt die Leser erkennen, dass das, was in einer scheinbar schwachen, unterdrückten Person steckt, potenziell zu einer Kraft werden kann, die die etablierten Strukturen erschüttert. Dies kann als ein Kommentar zur sozialen Ungerechtigkeit und den Konsequenzen des Missbrauchs von Macht verstanden werden.

Daten zum Zitat

Autor:
Arthur Conan Doyle
Tätigkeit:
brit. Schriftsteller
Epoche:
Moderne
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Emotion:
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