Ein Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann nicht bestehen.
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Ein Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann nicht bestehen.
Ein Mann baut ein schönes Haus, und nun hat er einen Meister und eine Aufgabe fürs Leben: Er soll es einrichten, bewachen, zeigen und instand halten, bis ans Ende seiner Tage.
Ich bin nicht wie ihr: Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, was ich machen werde, wenn ich erwachsen bin; ich habe nie daran gedacht, zu heiraten, so wie ihr. Ich konnte mir nicht vorstellen, etwas anderes zu sein als die dumme kleine Beth, die zu Hause herumtrottet und zu nichts anderem zu gebrauchen ist als dort. Ich wollte nie weggehen, und das Schwierigste ist jetzt, euch alle zu verlassen. Ich habe keine Angst, aber es scheint, als hätte ich sogar im Himmel Heimweh nach euch.
Die Hausfreunde heißen meistens mit Recht so, indem sie mehr die Freunde des Hauses als des Herrn, also den Katzen ähnlicher als den Hunden sind.
Ein Haus ist kein Zuhause, wenn es nicht sowohl Nahrung und Feuer für den Geist als auch für den Körper enthält.
Grundsätzlich wähle ich meine Kriterien danach aus, was einfach sein kann. Wenn ich die reale Welt zum Schauplatz machen würde, müsste ich Referenzmaterialien für Dinge wie Gebäude und Fahrzeuge heranziehen. Wenn man das tut, beschweren sich die Leute, auch wenn es nur ein bisschen daneben ist.
Als Jo's konservative Schwester Meg sagt, dass sie ihr Haar hochstecken muss, weil sie jetzt eine „junge Dame“ ist, ruft Jo: „Ich bin keine! und wenn mich das Hochstecken meiner Haare zu einer macht, werde ich sie in zwei Zöpfen tragen, bis ich zwanzig bin.... Ich hasse den Gedanken, erwachsen zu werden und Miss March zu sein, lange Kleider zu tragen und so züchtig auszusehen wie ein China-Aster! Es ist sowieso schon schlimm genug, ein Mädchen zu sein, während ich die Spiele und die Arbeit und die Manieren der Jungs mag! Ich kann meine Enttäuschung darüber, dass ich kein Junge bin, nicht überwinden, und jetzt ist es noch schlimmer, denn ich will unbedingt mit Papa kämpfen, aber ich kann nur zu Hause bleiben und stricken, wie eine alte Frau.
Ich bin mit einer Italienerin verheiratet und habe früher zu Hause gerne italienisch gekocht, weil man es in einem Topf zubereiten kann. Aber meine Frau ist mit meiner italienischen Küche nicht einverstanden.
Wenn meine Welt morgen zusammenbrechen würde, würde ich auf all die Freuden, Aufregungen und lohnenswerten Erlebnisse zurückblicken, die ich gehabt habe. Nicht auf die Traurigkeit, nicht auf meine Fehlgeburten oder darauf, dass mein Vater das Haus verlassen hat, sondern auf die Freude an allem anderen. Es wird genug gewesen sein.
Eine arme Dienstmagd hat Freude im Herzen und kann sagen: ich koche jetzt, ich mache das Bett, ich kehre das Haus; wer hat's mich geheißen? Gott hat es getan. Ei, so muß es wahr sein, daß Gott einen Gefallen daran habe. Wie kann ich denn seliger sein? Ist es doch ebensoviel, als wenn ich Gott im Himmel kochen sollte.
Ich kann ohne Kopfarbeit nicht leben. Wofür sollte ich sonst leben? Stell dich hier ans Fenster. War die Welt jemals so trostlos, trostlos, unrentabel? Sieh, wie der gelbe Nebel die Straße hinunterwirbelt und über die dunkelblauen Häuser zieht. Was könnte hoffnungslos prosaischer und materieller sein?
Aus irgendeinem Grund, der sich unserer Vorstellungskraft entzieht - und der Mensch war vielleicht nur ein Zufall, ein Nebenprodukt, das sich in diesem Prozess entwickelte. Es ist, als ob der Abschaum auf der Oberfläche des Ozeans sich einbildet, dass der Ozean geschaffen wurde, um ihn hervorzubringen und zu erhalten, oder als ob eine Maus in einer Kathedrale denkt, dass das Gebäude ihr eigener, geweihter Wohnsitz ist.
Es gibt tausend Arten von Bäumen, und alle haben ihre verschiedenen Früchte; und ich fühle mich als der unglücklichste Mensch der Welt, sie nicht zu kennen, denn ich bin sicher, dass sie alle wertvoll sind. Ich bringe Exemplare von ihnen mit nach Hause, und auch vom Land.
Von einer Stadt in die andere reisen, die Merkwürdigkeiten anschauen und dann sich wieder weiter trollen, das ist keine Kunst, das kann ein jeder Handwerksbursch; aber zu Haus sein muß man überall, sich förmlich einquartieren, so lang bleiben in jeder Stadt, bis einen die Fatalitäten vertreiben: das heißt reisen.
Mögen die Mächte des Bösen auf dem Weg zu deinem Haus verwirrt werden.
Lieber Ratten im Keller als Verwandte im Haus.