Ich glaube nicht, dass der Krieg nur von den Großen, von den Regierenden und Kapitalisten gemacht wird. Nein, der kleine Mann ist ebenso dafür. Sonst hätten sich die Völker schon längst dagegen erhoben! Im Menschen ist nun mal ein Drang zur Vernichtung, ein Drang zum Totschlagen, zum Morden und Wüten, und solange die ganze Menschheit, ohne Ausnahme, keine Metamorphose durchläuft, wird Krieg wüten, wird alles, was gebaut, gepflegt und gewachsen ist, wieder abgeschnitten und vernichtet, und dann fängt es wieder von vorne an.

- Anne Frank

Anne Frank

Klugwort Reflexion zum Zitat

In diesem Zitat von Anne Frank wird die Verantwortung für Krieg und Gewalt nicht nur auf die Mächtigen oder Regierenden übertragen, sondern auf die gesamte Menschheit. Anne Frank weist darauf hin, dass der Drang zur Vernichtung und Zerstörung tief im Menschen selbst verankert ist. Dieser Drang, der zu Totschlag, Mord und Krieg führt, wird als Teil der menschlichen Natur dargestellt, die, ohne eine grundlegende Veränderung, immer wieder zu den gleichen zerstörerischen Zyklen führen wird. Sie fordert eine 'Metamorphose' der Menschheit, eine tiefgreifende Veränderung, ohne die die wiederkehrenden Kriege und Zerstörungen nicht zu verhindern sind.

Anne Franks Worte sind eine starke Anklage gegen die Gesellschaft und den menschlichen Drang zur Gewalt. Sie weist darauf hin, dass, obwohl die Ursachen für Krieg oft in den Händen der Mächtigen liegen, auch der 'kleine Mann' eine Rolle dabei spielt, da er oft zu passiv bleibt und sich nicht gegen die Grausamkeit erhebt. Dieses Zitat fordert dazu auf, die Verantwortung für die Gewalt in der Welt zu hinterfragen und zu erkennen, dass der Frieden nicht nur von den Regierenden abhängt, sondern von einer grundlegenden Wandlung im Denken und Handeln aller Menschen.

Das Zitat fordert dazu auf, über die tiefere Bedeutung der menschlichen Natur und ihre destruktiven Tendenzen nachzudenken und zu reflektieren, was es bedeutet, eine 'Metamorphose' in der Art und Weise zu erfahren, wie wir Konflikte und Gewalt in der Welt begegnen.

Zitat Kontext

Anne Frank, ein junges jüdisches Mädchen, das während des Zweiten Weltkriegs im Versteck lebte, ist weltweit bekannt für ihr Tagebuch, das ihre Erfahrungen, Gedanken und Gefühle in dieser Zeit dokumentiert. Ihre tiefgründigen Reflexionen über das Leben, das Leiden und die menschliche Natur machen das Tagebuch zu einem wichtigen literarischen Werk. In diesem Zitat spricht Anne Frank über die universellen Ursachen von Krieg und Gewalt, die nicht nur von den Mächtigen, sondern auch von der gesamten Menschheit getragen werden.

Anne Franks Tagebuch ist mehr als nur ein persönlicher Bericht; es ist auch eine philosophische Auseinandersetzung mit den Themen von Hoffnung, Glaube und der dunklen Seite der menschlichen Natur. Ihre Worte über den 'Drang zur Vernichtung' und die 'Metamorphose' der Menschheit fordern den Leser zu einer tiefen Auseinandersetzung mit den Ursachen von Konflikten und der Notwendigkeit einer grundsätzlichen Veränderung der Menschheit auf.

Im historischen Kontext, als Anne Frank selbst unter den Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs litt, zeigt dieses Zitat eine erstaunliche Einsicht in die wiederkehrenden Zyklen von Gewalt und die Notwendigkeit einer grundlegenden Veränderung des menschlichen Verhaltens, um die Welt von der wiederkehrenden Tragödie des Krieges zu befreien.

Daten zum Zitat

Autor:
Anne Frank
Tätigkeit:
dt. Holocaustopfer
Epoche:
Moderne
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Emotion:
Keine Emotion