Hier kann nicht sein ein böser Mut, wo da singen Gesellen gut, hie bleibt kein Zorn, Zank, Haß oder Neid, weichen muß alles Herzeleid.
- Martin Luther

Klugwort Reflexion zum Zitat
Martin Luthers Zitat betont die transformative Kraft der Musik und des Gesangs, die in der Lage sind, negative Emotionen wie Zorn, Hass oder Neid zu vertreiben. Es beschreibt, wie das gemeinsame Singen Harmonie und Freude schafft, die das Herz von Kummer und negativen Gefühlen befreit. Luther, selbst ein großer Befürworter der Musik, sah in ihr nicht nur eine Form des Gottesdienstes, sondern auch ein Mittel, um die Seele zu heilen und die Gemeinschaft zu stärken.
Die Aussage regt dazu an, über die Rolle von Musik und Kunst in unserem Leben nachzudenken. Musik hat die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, Spannungen zu lösen und Trost zu spenden. Besonders das gemeinsame Singen erzeugt ein Gefühl von Einheit und hebt die Stimmung. In Luthers Sichtweise wird Musik zu einem Werkzeug, das die Seele reinigt und den Geist erhebt, unabhängig von den äußeren Umständen.
Das Zitat erinnert uns daran, wie wichtig es ist, sich in schwierigen Zeiten auf positive und verbindende Elemente wie Musik zu besinnen. Es lädt dazu ein, Musik als einen Weg zu betrachten, um inneren Frieden und soziale Harmonie zu fördern. Luther zeigt, dass Musik weit über Unterhaltung hinausgeht und eine tiefgreifende Wirkung auf unser emotionales und spirituelles Wohlbefinden hat.
Zitat Kontext
Martin Luther, eine zentrale Figur der Reformation, war nicht nur ein Theologe, sondern auch ein Liebhaber und Förderer der Musik. Für ihn war Musik ein göttliches Geschenk, das dazu diente, den Glauben zu stärken und die Seele zu erfreuen. Dieses Zitat spiegelt seine Überzeugung wider, dass Musik nicht nur eine kulturelle Praxis, sondern auch ein spirituelles Werkzeug ist, das die Kraft hat, menschliche Emotionen zu transformieren.
Im historischen Kontext des 16. Jahrhunderts war die Musik ein integraler Bestandteil der Reformation. Luther legte großen Wert auf den Gemeindegesang und die Schaffung von Kirchenliedern, die den Glauben für alle zugänglich machten. Sein Einsatz für die Musik als Medium der Verkündigung und des Trostes zeigt sich in diesem Zitat.
Auch heute ist Luthers Botschaft relevant. Sie erinnert uns daran, wie wichtig es ist, inmitten von Konflikten und Herausforderungen verbindende Elemente wie Musik zu nutzen, um Harmonie und Frieden zu fördern. Musik bleibt eine universelle Sprache, die Menschen verbindet und Trost in schwierigen Zeiten bietet – ein zeitloser Aspekt, den Luther mit Nachdruck betonte.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Martin Luther
- Tätigkeit:
- deutscher Theologe, Mönch und Reformator
- Epoche:
- Spätrenaissance / Manierismus
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- Emotion:
- Keine Emotion