Der Mensch hat einen unwiderstehlichen Trieb zu glauben, man sähe ihn nicht, wenn er nichts sieht. Wie die Kinder, die die Augen zuhalten, um nicht gesehen zu werden.

- Georg Christoph Lichtenberg

Georg Christoph Lichtenberg

Klugwort Reflexion zum Zitat

Georg Christoph Lichtenberg illustriert mit diesem Zitat eine tief verwurzelte menschliche Eigenheit, die an kindliche Naivität erinnert. Es spiegelt den Wunsch wider, sich unsichtbar zu machen, indem man selbst die Augen verschließt – ein Verhalten, das nicht nur physisch, sondern auch metaphorisch für das Vermeiden unangenehmer Wahrheiten oder Verantwortungen stehen kann. Dieses Verhalten zeigt die psychologische Neigung, sich durch Ignoranz vor den Blicken oder Urteilen anderer zu schützen.

Das Zitat regt dazu an, über die Mechanismen des menschlichen Verhaltens nachzudenken, insbesondere darüber, wie Menschen mit Konfrontation, Transparenz und Selbsterkenntnis umgehen. Es zeigt, wie leicht wir uns durch die Illusion von Unsichtbarkeit trösten, anstatt uns der Realität zu stellen.

Zitat Kontext

Georg Christoph Lichtenberg, ein deutscher Physiker, Mathematiker und Schriftsteller des 18. Jahrhunderts, war bekannt für seine scharfen Aphorismen, die menschliche Schwächen und Verhaltensweisen analysierten. Dieses Zitat stammt aus seinen berühmten Sudelbüchern, einer Sammlung von Reflexionen über Wissenschaft, Gesellschaft und Philosophie.

Daten zum Zitat

Autor:
Georg Christoph Lichtenberg
Tätigkeit:
deutscher Schriftsteller, Mathematiker, Physiker und Aphoristiker
Epoche:
Aufklärung
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Emotion:
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