Wie die Heilkunst den Kranken nutzt und bei den Gesunden in Ehre steht, so verehren auch die Unschuldigen die Milde, wenn auch nur die der Strafe Würdigen sie anrufen.
- Seneca

Klugwort Reflexion zum Zitat
Seneca vergleicht hier die Wirkung der Heilkunst mit der der Milde. Während die Heilkunst Krankheiten heilt und gleichzeitig von Gesunden respektiert wird, wirkt die Milde auf zwei Ebenen: Sie hilft den Schuldigen durch Gnade und wird von den Unschuldigen als Tugend geschätzt. Dieser Vergleich zeigt, dass Milde nicht nur eine aktive Rolle in der Wiedergutmachung von Fehlern spielt, sondern auch ein Ideal darstellt, das von allen bewundert wird.
Das Zitat ermutigt dazu, Milde nicht als Schwäche, sondern als Stärke zu betrachten. Sie ist ein Zeichen von Weisheit und Menschlichkeit, das sowohl für die Bestrafung als auch für das Verzeihen unverzichtbar ist. Es verdeutlicht auch, dass Milde, ähnlich wie die Medizin, ihre Wirkung erst dann voll entfaltet, wenn sie mit Bedacht eingesetzt wird.
Senecas Worte laden dazu ein, die Balance zwischen Gerechtigkeit und Gnade zu finden und Milde als einen universellen Wert zu verstehen, der in allen sozialen Beziehungen Anwendung finden sollte.
Zitat Kontext
Seneca war ein römischer Philosoph, Staatsmann und Dramatiker, dessen Werke oft die ethischen Aspekte menschlichen Handelns beleuchten. Dieses Zitat ist ein Beispiel für seine Fähigkeit, moralische Prinzipien durch anschauliche Metaphern verständlich zu machen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Seneca
- Tätigkeit:
- römischer Philosoph, Dramatiker, Staatsmann
- Epoche:
- Klassische Antike
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- Emotion:
- Keine Emotion