Wenn wir daran denken, die Menschheit auf eine Welt der Einheit und Zusammenarbeit umzustellen, müssen wir bedenken, dass praktisch die gesamte Bildungsmaschinerie auf der Erde immer noch in den Händen von gott- oder marxhörigen Konzernen liegt. Überall, in enger Zusammenarbeit mit unseren nationalistischen Regierungen, den Öl- und Stahlinteressen, unseren Drogenverkäufern und so weiter, verkaufen die Mietleitungen dieser riesigen religiösen Konzerne mit mehr oder weniger Eifer und Loyalität die Zerstörung der Menschheit.

- Herbert George Wells

Herbert George Wells

Klugwort Reflexion zum Zitat

Herbert George Wells zeichnet in diesem Zitat ein kritisches Bild der Machtstrukturen, die seiner Ansicht nach die Menschheit daran hindern, eine Welt der Einheit und Zusammenarbeit zu erreichen. Er prangert die Verstrickung von Bildungsinstitutionen, religiösen Organisationen und wirtschaftlichen Interessen an, die seiner Meinung nach zur Fragmentierung und Zerstörung der Menschheit beitragen.

Das Zitat regt dazu an, über die Rolle von Bildung und Ideologie in der Gestaltung der Gesellschaft nachzudenken. Wells fordert, die bestehenden Machtstrukturen kritisch zu hinterfragen, da sie oft eher bestehende Ungleichheiten und Konflikte aufrechterhalten, statt eine gerechtere Weltordnung zu fördern.

Für den Leser ist dies eine Einladung, Verantwortung zu übernehmen und Bildung als Werkzeug für Einheit und Zusammenarbeit zu nutzen, anstatt sie blind den bestehenden Strukturen zu überlassen. Es fordert dazu auf, eine kritischere Haltung gegenüber den Einflüssen zu entwickeln, die unsere Perspektiven und Werte formen, und sich aktiv für eine gerechtere und friedlichere Gesellschaft einzusetzen.

Zitat Kontext

Herbert George Wells, ein visionärer Schriftsteller und Sozialkritiker des frühen 20. Jahrhunderts, war bekannt für seine scharfen Analysen gesellschaftlicher Strukturen und Machtverhältnisse. Dieses Zitat spiegelt seine Besorgnis über die Kontrolle von Bildung und Ideologie durch einflussreiche Institutionen wider.

Im historischen Kontext entstand das Zitat in einer Zeit, in der Nationalismus, industrielle Interessen und ideologische Konflikte die Weltpolitik prägten. Wells sah Bildung als Schlüssel zur Transformation der Menschheit, hielt jedoch die vorherrschenden Strukturen für ungeeignet, dieses Potenzial zu nutzen.

Philosophisch ist das Zitat Teil eines humanistischen Denkens, das sich für die Emanzipation der Menschheit durch Wissen, Zusammenarbeit und kritisches Denken einsetzt.

Auch heute bleibt diese Botschaft relevant, da die Kontrolle von Bildung und Medien durch mächtige Interessen weiterhin die globale Einheit und Zusammenarbeit beeinflusst. Es ist ein Aufruf, Bildung als Mittel der Befreiung und nicht als Werkzeug der Manipulation zu betrachten.

Daten zum Zitat

Autor:
Herbert George Wells
Tätigkeit:
britischer Schriftsteller, Historiker und Soziologe
Epoche:
Moderne
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Emotion:
Keine Emotion