Mein Gebet ist ein Untertauchen in Gott, es ist nur eine andere Art von Selbstmord, ich springe in den Ewigen hinein, wie Verzweifelnde in ein tiefes Wasser – –

- Friedrich Hebbel

Friedrich Hebbel

Klugwort Reflexion zum Zitat

Friedrich Hebbel beschreibt in diesem eindringlichen Zitat das Gebet als eine völlige Selbstaufgabe und Hingabe an Gott. Der Vergleich mit einem verzweifelten Sprung ins Wasser verdeutlicht die tiefe emotionale Intensität, mit der er sich in das Gebet stürzt. Es ist ein Akt des völligen Loslassens, fast wie ein symbolischer Tod des eigenen Ichs, um vollständig in Gott aufzugehen.

Diese Reflexion fordert dazu auf, über die eigene spirituelle Praxis nachzudenken. Hebbel zeigt, dass Gebet nicht nur ein formaler Akt sein muss, sondern eine tiefgreifende, transformative Erfahrung sein kann. Es geht um eine radikale Hingabe und das Überwinden des eigenen Egos.

In einer Zeit, in der Spiritualität oft oberflächlich praktiziert wird, bleibt diese Botschaft aktuell. Sie mahnt dazu, spirituelle Erfahrungen ernst zu nehmen und sich ihnen ganz hinzugeben.

Das Zitat inspiriert dazu, das Gebet oder meditative Praktiken als Gelegenheit zu nutzen, sich selbst loszulassen und tiefere spirituelle Erfahrungen zuzulassen.

Zitat Kontext

Friedrich Hebbel (1813–1863) war ein deutscher Dramatiker und Lyriker, bekannt für seine tiefgründigen und oft düsteren Werke.

Dieses Zitat reflektiert Hebbels existentielle Auseinandersetzung mit Gott und dem eigenen Selbst. Es zeigt seine radikale Sicht auf Spiritualität als völlige Selbsthingabe.

Seine Gedanken bleiben relevant, da sie zur Auseinandersetzung mit tiefer, existenzieller Spiritualität anregen.

Daten zum Zitat

Autor:
Friedrich Hebbel
Tätigkeit:
deutscher Dramatiker und Lyriker
Epoche:
Realismus
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Emotion:
Keine Emotion