Jeder Mensch muß etwas haben, worin er wenigstens glauben darf, zu exzellieren – ich halte mich für eine Leserin von unseres Herrgott's Gnaden. Soviel Freude wie mir kann nur sehr Wenigen ein Brief oder ein Buch machen – davon bin ich überzeugt.

- Marie von Ebner-Eschenbach

Marie von Ebner-Eschenbach

Klugwort Reflexion zum Zitat

Marie von Ebner-Eschenbach bringt in diesem Zitat eine zentrale menschliche Sehnsucht zum Ausdruck: das Bedürfnis, in etwas zu glänzen, sei es tatsächlich oder im Glauben daran. Diese Überzeugung gibt nicht nur Selbstvertrauen, sondern auch Sinn und Freude im Leben. Ihre eigene Begeisterung für das Lesen verdeutlicht, wie erfüllend es sein kann, eine Leidenschaft zu haben, die uns mit Freude und Zufriedenheit erfüllt.

Die Reflexion über dieses Zitat zeigt, wie wichtig es ist, etwas zu finden, das uns emotional und intellektuell bereichert. Für Ebner-Eschenbach ist das Lesen nicht nur eine Fähigkeit, sondern eine Quelle tiefer Freude und Verbundenheit mit Gedanken und Gefühlen anderer. Es zeigt, dass Exzellenz nicht unbedingt durch äußere Anerkennung, sondern oft durch innere Begeisterung und Hingabe definiert wird.

Dieses Zitat inspiriert dazu, die eigenen Leidenschaften und Talente zu entdecken und zu kultivieren. Es erinnert uns daran, dass es keine objektiven Maßstäbe für Exzellenz geben muss; vielmehr zählt, was uns selbst erfüllt und Freude bereitet. Ebner-Eschenbachs Worte laden dazu ein, die kleinen Freuden und Begabungen des Lebens zu schätzen, die uns helfen, unsere Individualität zu feiern und unser Leben zu bereichern.

Zitat Kontext

Marie von Ebner-Eschenbach, eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts, betonte in ihren Werken oft die Bedeutung von Individualität und innerem Reichtum. Dieses Zitat zeigt ihre persönliche Verbindung zur Literatur und ihre Überzeugung, dass jeder Mensch einen Bereich im Leben braucht, in dem er sich verwirklicht fühlt.

Im historischen Kontext des 19. Jahrhunderts, einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels und wachsender intellektueller und künstlerischer Strömungen, war Lesen eine der wenigen kulturellen Aktivitäten, die sowohl Bildung als auch persönliche Erfüllung boten. Ebner-Eschenbachs eigene Freude am Lesen spiegelt diesen Geist wider und zeigt, wie tief sie von der Kraft der Literatur überzeugt war.

Auch heute ist dieses Zitat relevant, da es die universelle Bedeutung von Leidenschaft und persönlicher Erfüllung betont. Es erinnert daran, dass das Streben nach Exzellenz nicht nur eine äußere, sondern vor allem eine innere Angelegenheit ist. Ebner-Eschenbachs Worte sind eine Einladung, die Freude und Erfüllung in den eigenen Leidenschaften zu suchen und zu schätzen.

Daten zum Zitat

Autor:
Marie von Ebner-Eschenbach
Tätigkeit:
Österreichische Schriftstellerin
Epoche:
Realismus
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Emotion:
Keine Emotion