Ich habe viele Jahre damit verbracht, meine Verletzlichkeit zu überlisten, indem ich die Dinge sicher und eindeutig, schwarz und weiß, gut und schlecht gemacht habe. Meine Unfähigkeit, mich auf das Unbehagen der Verletzlichkeit einzulassen, schränkte die Fülle der wichtigen Erfahrungen ein, die mit Unsicherheit behaftet sind: Liebe, Zugehörigkeit, Vertrauen, Freude und Kreativität, um nur einige zu nennen.

- Brené Brown

Brené Brown

Klugwort Reflexion zum Zitat

In diesem Zitat spricht Brené Brown offen über die eigene Erfahrung mit Verletzlichkeit und wie ihre Unfähigkeit, sich dieser Verletzlichkeit zu stellen, ihre Lebenserfahrungen und -möglichkeiten einschränkte. Sie beschreibt, wie sie versuchte, Unsicherheit und Unbehagen zu vermeiden, indem sie die Welt in klare Kategorien unterteilte – schwarz und weiß, gut und schlecht. Doch diese Herangehensweise, die darauf abzielte, Sicherheit und Kontrolle zu gewährleisten, schränkte die Tiefe ihrer Erfahrungen ein, besonders in Bezug auf emotionale und zwischenmenschliche Verbindungen wie Liebe, Zugehörigkeit und Vertrauen. Brown hebt hervor, dass diese wichtigen menschlichen Erfahrungen oft mit Unsicherheit und Verletzlichkeit verbunden sind, und dass wahre Freude und Kreativität nur entstehen können, wenn wir bereit sind, uns diesem Unbehagen zu stellen. Das Zitat regt dazu an, darüber nachzudenken, wie wir in unserem eigenen Leben mit Verletzlichkeit umgehen und wie unsere Angst vor Ungewissheit uns daran hindern kann, tiefere und bedeutungsvollere Erfahrungen zu machen. Brown fordert uns auf, uns für die Unsicherheit zu öffnen, um das volle Spektrum des Lebens zu erleben und uns emotional weiterzuentwickeln. Es ist ein Aufruf, die Kontrolle loszulassen und den Mut zu finden, uns unseren Ängsten und Unsicherheiten zu stellen.

Daten zum Zitat

Autor:
Brené Brown
Tätigkeit:
amerik. Autorin, Forscherin und Professorin
Epoche:
Digitale Ära
Emotion:
Keine Emotion