Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Verletzlichkeit kaum geduldet wurde: keine Stützräder an unseren Fahrrädern, keine Schwimmbrille im Schwimmbad, einfach alles erledigen. Und so wuchs ich nicht nur mit dem Unbehagen über meine eigene Verletzlichkeit auf, sondern auch mit dem Unbehagen über die anderer Menschen.
- Brené Brown

Klugwort Reflexion zum Zitat
Brené Brown reflektiert in diesem Zitat über ihre Kindheit und die Herausforderungen, mit denen sie aufwuchs, insbesondere im Hinblick auf das Thema Verletzlichkeit. Sie beschreibt eine Umgebung, in der Schwäche oder Unsicherheit nicht akzeptiert wurde, und wie dieses Klima der Stärke sie nicht nur in ihrer eigenen Verletzlichkeit unangenehm gemacht hat, sondern auch die Verletzlichkeit anderer Menschen. Brown hebt hervor, dass eine solche Erziehung tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Wahrnehmung von uns selbst und anderen haben kann. /n/nDas Zitat regt dazu an, über die kulturellen Normen und Werte nachzudenken, die wir von klein auf internalisieren. In vielen Gesellschaften wird Schwäche oft als etwas angesehen, das vermieden werden muss, was zu einem Zustand der ständigen Selbstbeherrschung und des Perfektionismus führt. Doch Brown fordert uns dazu auf, diese Haltung zu hinterfragen und Verletzlichkeit als eine menschliche Erfahrung anzuerkennen, die weder negativ noch peinlich ist. /n/nEs fordert uns auf, unsere Haltung gegenüber Verletzlichkeit zu überdenken, sowohl in Bezug auf uns selbst als auch auf andere. Wenn wir in einer Welt leben, die Verletzlichkeit nicht nur akzeptiert, sondern auch als Stärke anerkennt, könnten wir nicht nur uns selbst, sondern auch einfühlsamer mit anderen umgehen. Das Zitat erinnert uns daran, dass wahre Stärke oft in der Bereitschaft liegt, uns zu öffnen und unsere verletzlichen Seiten zu zeigen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Brené Brown
- Tätigkeit:
- amerik. Autorin, Forscherin und Professorin
- Epoche:
- Digitale Ära
- Emotion:
- Keine Emotion