Die zehn Gebote sind in aller Menschen Herz geschrieben; den Glauben aber kann keine menschliche Klugheit begreifen und muß allein vom Heiligen Geist gelehrt werden.

- Martin Luther

Martin Luther

Klugwort Reflexion zum Zitat

Martin Luther hebt hier den Unterschied zwischen moralischen Gesetzen und dem Glauben hervor. Während die Zehn Gebote als universale, innere moralische Richtlinien in jedem Menschen verankert sind, sieht Luther den Glauben als etwas, das nicht durch menschliche Vernunft oder Klugheit verstanden werden kann. Glauben, so argumentiert er, ist eine göttliche Gabe, die durch den Heiligen Geist vermittelt wird. Diese Aussage betont die Trennung von moralischer Einsicht und spirituellem Glauben und verweist darauf, dass letzterer eine übernatürliche Dimension hat, die über das rein Menschliche hinausgeht.

Für die persönliche Reflexion stellt diese Sichtweise eine Herausforderung dar: Sie lädt dazu ein, den Glauben nicht als bloße logische Überzeugung oder intellektuelle Leistung zu betrachten, sondern als ein tieferes, spirituelles Erleben. Sie kann auch als Aufruf verstanden werden, sich dem Glauben zu öffnen, anstatt ihn rational zu erklären.

Zitat Kontext

Luthers Betonung der göttlichen Ursprünge des Glaubens war zentral für die Reformation. Er lehnte die Vorstellung ab, dass Glauben allein durch Werke oder rationale Überlegungen erreicht werden könnte, und setzte stattdessen auf das Wirken des Heiligen Geistes.

Daten zum Zitat

Autor:
Martin Luther
Tätigkeit:
deutscher Theologe, Mönch und Reformator
Epoche:
Spätrenaissance / Manierismus
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