Kein Gedankenstreit kann einen ewigen Frieden schliessen, sondern nur einen Waffenstillstand für einen künftigen höheren Streit.
Noch keine Likes
- Seite 5 / 5 -
Kein Gedankenstreit kann einen ewigen Frieden schliessen, sondern nur einen Waffenstillstand für einen künftigen höheren Streit.
Freunde des Menschengeschlechts und dessen, was ihm am heiligsten ist! Nehmt an, was euch nach sorgfältiger und aufrichtiger Prüfung am glaubwürdigsten scheint, es mögen nun Facta, es mögen Vernunftgründe sein; nur streitet der Vernunft nicht das, was sie zum höchsten Gut auf Erden macht, nämlich das Vorrecht ab, der letzte Probierstein der Wahrheit zu sein.
Bis jetzt dachte ich immer, dass Zankereien nur etwas sind, was Kinder tun und aus dem sie herauswachsen. Natürlich gibt es manchmal einen Grund, einen "richtigen" Streit zu haben, aber die verbalen Auseinandersetzungen, die hier stattfinden, sind einfach nur Zankerei. Ich sollte mich daran gewöhnt haben, dass diese Streitereien an der Tagesordnung sind, aber das bin ich nicht und werde es auch nie sein, solange ich das Thema fast jeder Diskussion bin. (Sie nennen das "Diskussionen" statt "Streit", aber die Deutschen kennen den Unterschied nicht!)
Im Umgang mit den Negern habe ich festgestellt - und ich glaube, das gilt für alle Rassen - dass der einzige Weg, Menschen zusammenzuhalten, ein konstruktives, fortschrittliches Programm ist. Nicht Streit, Kritik oder Hass, sondern konstruktive Arbeit hält die Menschen zusammen und bringt sie dazu, sich für eine gemeinsame Sache zu engagieren.
Ist doch das, worüber wir uns streiten, nichts Kleines, sondern eigentlich das, worüber Bescheid zu wissen das Schönste, nicht Bescheid zu wissen das Beschämendste ist. In der Hauptsache geht es nämlich darum, zu wissen oder nicht zu wissen, wer glücklich ist und wer nicht.
Ich habe mich nie auf eine Kontroverse zur Verteidigung meiner philosophischen Ansichten eingelassen; ich überlasse es ihnen, ihre Chance in der Welt zu nutzen. Wenn sie richtig sind, werden Wahrheit und Erfahrung sie unterstützen; wenn sie falsch sind, sollten sie widerlegt und verworfen werden. Streitigkeiten können die Laune verderben und die Ruhe stören.
Des Himmels Sinn ist segnen, ohne zu schaden. Des Berufenen Sinn ist wirken, ohne zu streiten.
Wenn sich die amerikanischen Streitkräfte aus Afghanistan zurückziehen und keine alternative internationale Vereinbarung getroffen wird, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die historischen Auseinandersetzungen zwischen den Regionen und den Sekten wieder auftauchen, die Taliban wieder auftauchen und sich eine sehr komplizierte und vielleicht chaotische Situation entwickelt.
Die treuen Brüder Es sind zwei treue Brüder, Die ziehn in den Streit hinaus, Noch reden sie hin und wieder, Da schmettert's den einen danieder, Der andere sieht's mit Graus. Der Bruder in seinem Blute Erregt ihm bitteren Schmerz; Daß ihn der Tod ereilte, Bevor er den Kampf noch teilte, Zerreißt ihm ganz das Herz. Der Sterbende blickt freundlich Noch einmal auf zu ihm, Dann greift er, als wär' er der alte, Zur Büchse, die noch nicht knallte, Drückt ab mit Ungestüm. Nun bricht er wieder zusammen Und lächelt, und ist tot. – Der andre, als er sich wandte, Sah einen Feind im Sande, Des Kugel ihm gedroht.
Die Wahrheit hat noch bei jedem Streite gewonnen. Der Streit hat den Geist der Prüfung genährt, hat Vorurteil und Ansehen in einer beständigen Erschütterung erhalten; kurz, hat die geschminkte Unwahrheit verhindert, sich an Stelle der Wahrheit festzusetzen.
Wie er mit ihr schimpfte! Wie sie sich stritten! Sie würde einen Premierminister heiraten und am oberen Ende einer Treppe stehen; die perfekte Gastgeberin nannte er sie (sie weinte in ihrem Schlafzimmer darüber), sie habe das Zeug zur perfekten Gastgeberin, sagte er.
Mein Onkel spielte Rugby und mein Vater Fußball, und sie stritten immer darüber, welches Spiel das härteste war - und alle waren sich einig, dass es Rugby war. Es ist ein toller Mannschaftssport, und um erfolgreich zu sein, muss jeder auf dem gleichen Niveau spielen.
Deshalb sind zum Bestehen plötzlicher Gefahren, wie auch zum Streit mit Gegnern und Feinden, Kaltblütigkeit und Geistesgegenwart die wesentlichste Befähigung. Jene besteht im Schweigen des Willens, damit der Intellekt agieren könne; diese in der ungestörten Tätigkeit des Intellekts, unter dem Andrang der auf den Willen wirkenden Begebenheiten: daher eben ist jene ihre Bedingung, und beide sind nahe verwandt, sind selten, und stets nur komparativ vorhanden.
Wenn ich mich an einer politischen Auseinandersetzung beteilige, kann ich, glaube ich, mit angemessener Genauigkeit und ohne zu prahlen, die Argumente des anderen mindestens so gut darlegen wie dieser. Das muss man in jeder gut geführten Auseinandersetzung sagen können.
Vor Gericht wird eigentlich nur mit Autoritäten gestritten, der Autorität der Gesetze, die fest steht: das Geschäft der Urteilskraft ist das Auffinden des Gesetzes, d. h. der Autorität, die im gegebenen Fall Anwendung findet. Die Dialektik hat aber Spielraum genug, indem, erforderlichenfalls, der Fall und ein Gesetz, die nicht eigentlich zueinander passen, gedreht werden, bis man sie füreinander passend ansieht: auch umgekehrt.