Viele Bücher machen nicht gelehrt, viel lesen auch nicht, sondern gute Dinge und oft lesen, wie wenig es auch ist, das macht gelehrt in der Schrift und fromm dazu.
- Martin Luther

Klugwort Reflexion zum Zitat
Martin Luthers Zitat verdeutlicht, dass wahre Bildung und Weisheit nicht durch bloßes Ansammeln von Wissen entstehen, sondern durch tiefes und wiederholtes Nachdenken über wesentliche Inhalte. Das Betonen von ‚gute Dinge und oft lesen‘ weist darauf hin, dass Qualität wichtiger ist als Quantität, sowohl beim Lernen als auch im geistigen Leben.
Die Reflexion lädt ein, über die moderne Tendenz nachzudenken, Wissen inflationär und oberflächlich zu konsumieren. In einer Welt voller Informationen erinnert Luthers Aussage daran, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das Gelesene wirklich zu verinnerlichen. Es geht nicht nur um intellektuelles Verstehen, sondern um die Transformation des Gelesenen in gelebte Werte und Handlungen.
Seine Worte mahnen zur Achtsamkeit und zur Konzentration auf bedeutungsvolle Inhalte, die unser Leben bereichern. Bildung wird als Prozess des Verstehens, Reflektierens und Handelns beschrieben, der sowohl den Geist als auch die Seele formt.
Zitat Kontext
Martin Luther (1483–1546), der Vater der Reformation, betonte immer wieder die Bedeutung von Bildung, insbesondere im Hinblick auf die Bibel. In einer Zeit, in der das Lesen der Heiligen Schrift der breiten Masse nicht zugänglich war, forderte er einen direkten und persönlichen Zugang zur religiösen Wahrheit.
Dieses Zitat spiegelt Luthers Fokus auf die Vertiefung in die Schrift und die Auseinandersetzung mit ihren wesentlichen Lehren wider. Es zeigt seine Überzeugung, dass wahre Bildung und Frömmigkeit durch die Reflexion über das Wesentliche erreicht werden, nicht durch das Streben nach oberflächlicher Gelehrsamkeit.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Martin Luther
- Tätigkeit:
- deutscher Theologe, Mönch und Reformator
- Epoche:
- Spätrenaissance / Manierismus
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- Emotion:
- Keine Emotion