Unbeständigkeit gegen seinen Vorsatz heißet sich selber das Wort brechen, welches man sowenig wie gegen einen andern darf: da dieselbe schädliche Folge des Mißtrauens daraus entsteht.

- Jean Paul

Jean Paul

Klugwort Reflexion zum Zitat

Jean Paul macht in diesem Zitat auf die Bedeutung von Verlässlichkeit und Selbstverpflichtung aufmerksam. Er vergleicht die Unbeständigkeit gegenüber eigenen Vorsätzen mit dem Brechen eines Versprechens gegenüber anderen und zeigt auf, dass dies ähnliche Konsequenzen hat: den Verlust von Vertrauen, nicht nur von außen, sondern auch in sich selbst. Die innere Konsequenz wird dabei als genauso wichtig betrachtet wie die äußere Verpflichtung.

Diese Reflexion lädt dazu ein, die eigene Haltung zu Vorsätzen und Versprechen zu hinterfragen. Es ermutigt, Selbstdisziplin und Verlässlichkeit zu entwickeln, um sowohl das Vertrauen anderer als auch das Vertrauen in die eigene Fähigkeit zur Selbstführung zu bewahren. Jean Paul erinnert daran, dass das Einhalten von Vorsätzen nicht nur eine Frage der Moral, sondern auch der persönlichen Stabilität ist. Seine Worte inspirieren dazu, mit Entschlossenheit und Ehrlichkeit an den eigenen Zielen festzuhalten, um eine integrere und authentische Persönlichkeit zu kultivieren.

Zitat Kontext

Jean Paul, ein zentraler Denker der deutschen Romantik, thematisierte in seinen Werken häufig die Bedeutung von Integrität und Selbstreflexion. Dieses Zitat spiegelt die romantische Idee wider, dass der Mensch nicht nur im Verhältnis zu anderen, sondern auch zu sich selbst in moralischer Verantwortung steht. In einer Zeit, die von gesellschaftlichem Wandel und neuen Individualitätsidealen geprägt war, betonte er die Notwendigkeit, Selbsttreue zu bewahren.

Heute bleibt diese Botschaft relevant, da die Fähigkeit, sich selbst gegenüber verbindlich zu sein, in einer schnelllebigen und oft zerstreuten Welt besonders herausfordernd ist. Jean Pauls Worte laden dazu ein, die eigene Zuverlässigkeit zu stärken und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass das Brechen eines Vorsatzes nicht nur äußere, sondern auch innere Konsequenzen hat. Sie erinnern daran, dass Vertrauen – sowohl von anderen als auch in sich selbst – eine grundlegende Voraussetzung für ein erfülltes und stabiles Leben ist.

Daten zum Zitat

Autor:
Jean Paul
Tätigkeit:
deutscher Schriftsteller
Epoche:
Romantik
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Emotion:
Keine Emotion