Soviel zur Bibel; ich gehe jetzt zu dem Buch über, das das Neue Testament genannt wird. Das neue Testament! Das heißt, der „neue“ Wille, als ob es zwei Willen des Schöpfers geben könnte.

- Thomas Paine

Thomas Paine

Klugwort Reflexion zum Zitat

Paine kritisiert hier die theologische Vorstellung eines 'neuen' Testaments und stellt damit die Idee in Frage, dass Gott unterschiedliche 'Willen' haben könnte.

Seine Worte spiegeln eine skeptische Haltung gegenüber der Entwicklung religiöser Dogmen wider. Wenn es nur einen Schöpfer gibt, warum sollte es dann zwei verschiedene Offenbarungen seines Willens geben? Dies ist eine provokative Reflexion über die Kohärenz religiöser Lehren.

Das Zitat fordert uns auf, über unser Verständnis von religiöser Wahrheit nachzudenken. Sind religiöse Schriften absolute Wahrheiten oder kulturelle und historische Entwicklungen? Und wie gehen wir mit Widersprüchen innerhalb der Religion um?

Paine erinnert uns daran, dass kritisches Denken auch im Bereich der Religion von Bedeutung ist – und dass wir nicht alles ungeprüft übernehmen sollten, was uns als göttliche Wahrheit präsentiert wird.

Zitat Kontext

Thomas Paine war ein einflussreicher politischer Denker der Aufklärung und ein vehementer Kritiker organisierter Religion.

Sein Zitat stammt aus seinem Werk 'The Age of Reason', in dem er religiöse Dogmen infrage stellte und für eine rationalere, deistische Sicht auf Gott plädierte. Paine argumentierte, dass Religion oft von menschlichen Interessen geformt wurde und dass es wichtig sei, Glauben mit Vernunft zu hinterfragen.

Auch heute bleibt seine Kritik aktuell. In einer Zeit, in der religiöse Texte weiterhin unterschiedlich interpretiert und für politische Zwecke genutzt werden, erinnert uns Paine daran, dass es wichtig ist, religiöse Lehren nicht unkritisch zu übernehmen, sondern sie mit rationalem Denken zu analysieren.

Daten zum Zitat

Autor:
Thomas Paine
Tätigkeit:
brit.-amerik. politischer Aktivist, Schriftsteller und Intellektueller
Epoche:
Aufklärung
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Emotion:
Keine Emotion