Sind denn dir nicht verwandt alle Lebendigen? Nährt zum Dienste denn nicht selber die Parze dich? Drum! so wandle nur wehrlos fort durchs Leben und sorge nicht!

- Friedrich Hölderlin

Friedrich Hölderlin

Klugwort Reflexion zum Zitat

Friedrich Hölderlin ruft in diesem Zitat zur Verbundenheit mit allem Lebendigen und zum Vertrauen in das Schicksal auf. Die Parzen, als Schicksalsgöttinnen der griechischen Mythologie, symbolisieren das unausweichliche Gewebe des Lebens. Hölderlin fordert dazu auf, das Leben mit Offenheit und ohne Angst anzunehmen, da jeder Mensch Teil eines größeren Ganzen ist und durch das Schicksal geführt wird.

Diese Reflexion fordert dazu auf, Vertrauen in den natürlichen Lauf des Lebens zu entwickeln. Hölderlin betont die Einheit mit allem Lebendigen und die Notwendigkeit, sich nicht gegen das Schicksal zu stemmen. Eine Haltung der Wehrlosigkeit bedeutet hier nicht Schwäche, sondern das bewusste Loslassen von Kontrolle und das Annehmen des Lebens, wie es ist.

In einer Welt, die von Unsicherheit und Kontrolle geprägt ist, bleibt diese Botschaft aktuell. Sie ermutigt dazu, das Leben mit Gelassenheit und Vertrauen zu leben.

Das Zitat inspiriert dazu, sich mit dem Fluss des Lebens zu bewegen, Vertrauen in das eigene Schicksal zu haben und die eigene Verbindung mit allem Lebendigen bewusst zu spüren.

Zitat Kontext

Friedrich Hölderlin (1770–1843) war ein deutscher Dichter, dessen Werke oft von einer tiefen Naturverbundenheit und spirituellen Reflexion geprägt waren.

Dieses Zitat spiegelt Hölderlins romantische und idealistische Weltanschauung wider. Er sah den Menschen als untrennbaren Teil der Natur und des Schicksals.

Seine Gedanken bleiben relevant, da sie zur inneren Ruhe und zum Vertrauen in den natürlichen Lauf des Lebens anregen.

Daten zum Zitat

Autor:
Friedrich Hölderlin
Tätigkeit:
deutscher Dichter
Epoche:
Romantik
Mehr?
Alle Friedrich Hölderlin Zitate
Emotion:
Keine Emotion