Recht und Ordnung sind dazu da, Gerechtigkeit herzustellen, und wenn sie diesen Zweck nicht erfüllen, werden sie zu den gefährlich strukturierten Dämmen, die den Fluss des sozialen Fortschritts blockieren.
- Martin Luther King Jr.

Klugwort Reflexion zum Zitat
In diesem Zitat drückt Martin Luther King Jr. eine fundamentale Wahrheit über das Verhältnis zwischen Recht, Ordnung und Gerechtigkeit aus. Für ihn ist das Ziel von Recht und Ordnung nicht bloß die Aufrechterhaltung von Status quo oder die Aufrechterhaltung von Machtstrukturen, sondern die Förderung von Gerechtigkeit. Diese Perspektive wurde von King immer wieder in seiner Arbeit und seinem Kampf für die Bürgerrechte vertreten.
Die Aussage, dass Recht und Ordnung zu 'gefährlich strukturierten Dämmen' werden, wenn sie nicht der Gerechtigkeit dienen, spricht eine tiefe Kritik an bestehenden Systemen aus, die auf den Erhalt von Ungleichheiten und Diskriminierung ausgelegt sind. King stellte immer wieder fest, dass Gesetze und Institutionen, die die Rechte und die Würde von Menschen aufgrund ihrer Rasse, Herkunft oder sozialen Stellung einschränken, nicht gerecht sind. Sie verhindern nicht nur den sozialen Fortschritt, sondern fördern Ungerechtigkeit und Unterdrückung.
Das Bild der 'Dämme' verdeutlicht dabei, dass es sich nicht nur um kleine Hindernisse handelt, sondern um massive Blockaden, die den natürlichen Fluss von Veränderungen und Verbesserungen in der Gesellschaft aufhalten. Wenn das Gesetz der Gerechtigkeit zuwiderläuft, wird es zu einer Barriere für die notwendige soziale Veränderung und das Fortschreiten der Zivilisation. Dieses Zitat fordert uns dazu auf, eine kritische Haltung zu gegenüber bestehenden Systemen einzunehmen und die Idee, dass Recht und Ordnung stets dem Wohl aller dienen sollten, stets zu hinterfragen.
Zitat Kontext
Martin Luther King Jr. war ein amerikanischer Baptistenpastor und führender Aktivist in der Bürgerrechtsbewegung der 1950er und 1960er Jahre. Er ist bekannt für seine Philosophie der gewaltfreien Widerstand, inspiriert von Mahatma Gandhi. King setzte sich für die Gleichberechtigung der Afroamerikaner in den Vereinigten Staaten und für die Abschaffung der Rassentrennung und Diskriminierung ein. Er leitete zahlreiche Proteste und Märsche, darunter den berühmten Marsch nach Washington 1963, bei dem er die berühmte 'I Have a Dream'-Rede hielt.
Dieses Zitat stammt aus Kings kritischer Auseinandersetzung mit der Rolle von Gesetz und Ordnung in der Gesellschaft, besonders in Bezug auf die Rassendiskriminierung. King war überzeugt, dass das Gesetz nicht bloß eine Kontrolle über die Gesellschaft darstellen darf, sondern dass es als Instrument des Fortschritts und der Gerechtigkeit dienen muss. Wenn bestehende Gesetzgebungen die Freiheit und Gleichheit der Menschen untergraben, dann sind sie nicht nur ungerecht, sondern auch kontraproduktiv für das gesellschaftliche Wohl. King wusste, dass echte Veränderung nur durch das Infragestellen von systemischen Ungerechtigkeiten und den Mut, gegen ungerechte Normen und Gesetze zu kämpfen, erreicht werden kann.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Martin Luther King Jr.
- Tätigkeit:
- Bürgerrechtler, Baptistenpastor, Aktivist
- Epoche:
- Nachkriegszeit
- Emotion:
- Keine Emotion