Plötzlich kam mir die Komik der Situation in den Sinn: der Gedanke an die Jahre, die ich mit Studium und Arbeit verbracht hatte, um in das zukünftige Zeitalter hineinzukommen, und jetzt meine leidenschaftliche Angst, es wieder zu verlassen. Ich hatte mir selbst die komplizierteste und hoffnungsloseste Falle gestellt, die sich je ein Mensch ausgedacht hatte. Obwohl es auf meine eigenen Kosten ging, konnte ich mir nicht helfen. Ich lachte lauthals.
- Herbert George Wells

Klugwort Reflexion zum Zitat
Herbert George Wells bringt in diesem Zitat eine tiefe, aber humorvolle Erkenntnis über menschliche Ambitionen und deren Konsequenzen zum Ausdruck.
Die Komik, die er in seiner Situation erkennt, liegt in der Ironie, dass er Jahre harter Arbeit darauf verwendet hat, etwas zu erreichen, vor dessen Verlust er sich nun fürchtet. Diese Selbsterkenntnis zeigt eine universelle Wahrheit: Der Mensch strebt oft nach Zielen, ohne die möglichen Folgen zu bedenken, und kann sich dadurch in eigene ‚Fallen‘ verstricken. Die Fähigkeit, darüber zu lachen, zeugt jedoch von Weisheit und Demut. Wells zeigt, dass es oft einen Moment der Selbstdistanz braucht, um die Ironie und Absurdität des Lebens zu erkennen.
Dieses Zitat lädt dazu ein, die eigenen Ziele und Ängste zu hinterfragen. Arbeiten wir auf etwas hin, das uns am Ende mehr Sorgen als Freude bereitet? Es inspiriert, einen humorvollen und reflektierten Blick auf das eigene Leben zu werfen und dabei anzuerkennen, dass Ambitionen und Ängste Teil der menschlichen Erfahrung sind. Wells ermutigt, nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die unfreiwillige Komik in unseren Bemühungen zu akzeptieren.
Die Reflexion lehrt, dass Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, über die eigenen Widersprüche zu lachen, entscheidend sind, um mit den Unwägbarkeiten des Lebens umzugehen. Es ist eine Erinnerung daran, dass auch die ernsthaftesten Pläne mit einem Hauch von Leichtigkeit betrachtet werden sollten.
Zitat Kontext
Herbert George Wells, bekannt als Visionär und einer der Pioniere der Science-Fiction-Literatur, schrieb dieses Zitat im Kontext seines berühmten Werks *Die Zeitmaschine*. In der Geschichte reflektiert der Protagonist über die Ironie und die Gefahren des Fortschritts, die auch Wells’ Zeit prägten.
Wells lebte in einer Epoche des schnellen wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts, die große Hoffnungen, aber auch Ängste hervorrief. Die Industrialisierung, die Entdeckung neuer Technologien und die wachsende Bedeutung der Wissenschaft inspirierten ihn, über die Konsequenzen menschlicher Ambitionen nachzudenken. Seine Werke spiegeln oft die Spannung zwischen der Faszination für die Zukunft und den Risiken eines unüberlegten Fortschritts wider.
Dieses Zitat bleibt aktuell, da es grundlegende Fragen über den Preis menschlicher Ambitionen aufwirft. In einer Welt, die von ständiger Innovation geprägt ist, erinnert Wells daran, die langfristigen Konsequenzen unseres Handelns zu bedenken und nicht zu vergessen, auch in den paradoxen Momenten des Lebens eine Portion Humor zu bewahren.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Herbert George Wells
- Tätigkeit:
- britischer Schriftsteller, Historiker und Soziologe
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion