Laß uns vergessen, daß es eine Zeit gibt und zähle die Lebenstage nicht! Was sind Jahrhunderte gegen den Augenblick, wo zwei Wesen so sich ahnen und nahn?

- Friedrich Hölderlin

Friedrich Hölderlin

Klugwort Reflexion zum Zitat

Friedrich Hölderlin drückt in diesem Zitat die Vorstellung aus, dass der Wert des Augenblicks weit über zeitliche Dimensionen hinausgeht. Er fordert dazu auf, den Fluss der Zeit zu vergessen und sich auf das unmittelbare Erleben zu konzentrieren. Besonders der Moment, in dem zwei Seelen sich erkennen und näherkommen, ist für ihn bedeutungsvoller als ganze Jahrhunderte.

Diese Reflexion lädt dazu ein, den Wert des Augenblicks zu schätzen und sich nicht von der ständigen Zeitmessung leiten zu lassen. In einer Gesellschaft, die oft von Terminen und Zeitdruck bestimmt wird, erinnert Hölderlin daran, dass erfüllte Momente mit anderen Menschen von unschätzbarem Wert sind.

Das Zitat fordert auf, bewusster zu leben und den Zauber flüchtiger Begegnungen wahrzunehmen. Es mahnt, sich nicht von Vergangenheit oder Zukunft dominieren zu lassen, sondern den Moment zu genießen, in dem sich zwei Menschen auf einer tiefen Ebene begegnen.

Diese Botschaft bleibt auch heute aktuell. In einer schnelllebigen Welt erinnert Hölderlin daran, dass echte menschliche Nähe und das bewusste Erleben des Moments wertvoller sind als jede Planung oder langfristige Perspektive.

Zitat Kontext

Friedrich Hölderlin (1770–1843) war ein deutscher Dichter der Romantik, der für seine lyrischen Werke bekannt ist. Seine Dichtung zeichnet sich durch eine tiefe Verbindung zur Natur und eine intensive Auseinandersetzung mit Zeit und Vergänglichkeit aus.

Das Zitat stammt aus einem Werk, das die Flüchtigkeit des Augenblicks und die Bedeutung von intensiven Begegnungen thematisiert. Hölderlin lebte in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels, in der Rationalität zunehmend an Bedeutung gewann. Er setzte dem die emotionale Tiefe und das Erleben des Moments entgegen.

Seine Worte erinnern daran, dass wahres Glück oft in flüchtigen, aber intensiven Momenten liegt. Diese Haltung steht im Gegensatz zur hektischen Moderne, in der Effizienz oft über inneres Erleben gestellt wird.

Hölderlin fordert dazu auf, bewusster zu leben und das Jetzt zu schätzen – eine Botschaft, die zeitlos bleibt.

Daten zum Zitat

Autor:
Friedrich Hölderlin
Tätigkeit:
deutscher Dichter
Epoche:
Romantik
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Emotion:
Keine Emotion