Ihr stürzt nieder, Millionen? Ahndest du den Schöpfer, Welt?

- Friedrich Schiller

Friedrich Schiller

Klugwort Reflexion zum Zitat

Friedrich Schillers Worte „Ihr stürzt nieder, Millionen? Ahndest du den Schöpfer, Welt?“ sind eine kraftvolle poetische Reflexion über die Beziehung zwischen Menschheit und göttlicher Transzendenz. Diese Zeilen, die aus der berühmten „Ode an die Freude“ stammen, drücken Ehrfurcht und Staunen über die Größe des Schöpfers aus, wie sie durch die Einheit und Schönheit der Welt vermittelt wird. Der Akt des Niederstürzens symbolisiert die Anerkennung der menschlichen Kleinheit angesichts des Erhabenen und Unendlichen.

Das Zitat fordert dazu auf, über die Verbindung zwischen Mensch und Kosmos nachzudenken. Es erinnert uns daran, dass die Menschheit trotz ihrer Individualität und Vielfalt durch das Gefühl der Ehrfurcht und der Suche nach Sinn miteinander verbunden ist. Schiller verweist auf eine universelle Spiritualität, die über religiöse Dogmen hinausgeht und die Harmonie und Schönheit der Schöpfung feiert.

Die Aussage regt dazu an, über die eigene Haltung gegenüber dem Göttlichen und dem Transzendenten nachzudenken. Sie lädt ein, innezuhalten und die Welt nicht nur als funktionales Gebilde, sondern als Quelle von Staunen und Ehrfurcht wahrzunehmen. Gleichzeitig wirft sie die Frage auf, wie die Menschheit diese Verbindung in einer modernen, oft säkularisierten Welt bewahren kann.

Zitat Kontext

Friedrich Schiller (1759–1805) war einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Dramatiker und Philosophen. Die Zeilen stammen aus seiner „Ode an die Freude“ (1785), einem Werk, das später von Ludwig van Beethoven in seiner 9. Symphonie vertont wurde. Schillers Ode ist eine Hymne an die universelle Brüderlichkeit und die Verbindung aller Menschen durch höhere Ideale.

Zur Zeit der Aufklärung und des Sturm und Drang, in der Schiller lebte, waren Fragen nach der Rolle des Göttlichen, der Vernunft und der universellen Werte zentral. Die „Ode an die Freude“ reflektiert diese Ideen und versucht, die Kluft zwischen rationaler Aufklärung und emotionaler Spiritualität zu überbrücken.

Heute bleibt das Zitat relevant, da es universelle Themen anspricht: die Suche nach Sinn, die Anerkennung des Erhabenen und die Verbindung der Menschheit durch gemeinsame Werte. Es erinnert daran, dass trotz aller Fortschritte und Unterschiede die Menschheit von einer gemeinsamen Ehrfurcht vor dem Leben und der Schöpfung zusammengehalten wird.

Daten zum Zitat

Autor:
Friedrich Schiller
Epoche:
Klassik
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Emotion:
Keine Emotion