Gewissen Gesichtern sollte polizeilich verboten werden, sich bei Tage öffentlich blicken zu lassen. Sie sind wie Standbilder des Teufels, von denen oft eine Klapperschlangenwirkung ausgeht.
- Friedrich Hebbel

Klugwort Reflexion zum Zitat
Hebbel spielt hier auf das faszinierende, aber auch unheimliche Potenzial bestimmter Menschen an.
Sein Vergleich mit Standbildern des Teufels und Klapperschlangen legt nahe, dass manche Menschen eine einschüchternde, gefährliche oder sogar toxische Ausstrahlung haben – eine, die andere in Angst versetzt oder manipuliert.
Das Zitat fordert uns auf, über die Wirkung von Äußerlichkeit und Ausstrahlung nachzudenken. Haben gewisse Menschen tatsächlich eine 'gefährliche' Präsenz? Und wie sehr beeinflusst unser erster Eindruck unser Urteil über andere?
Hebbel erinnert uns daran, dass menschliche Wahrnehmung subjektiv ist – aber dass sie oft eine tiefe emotionale Wirkung hat, die unser Verhalten unbewusst lenken kann.
Zitat Kontext
Friedrich Hebbel war ein deutscher Dramatiker und Lyriker, bekannt für seine scharfe Beobachtung menschlicher Charaktere.
Sein Zitat steht in der Tradition seiner düsteren, fast grotesken Beschreibungen von Menschen und ihrem Verhalten. In seinen Dramen finden sich oft Charaktere, die durch ihre bloße Präsenz Macht oder Unheil ausstrahlen. Die Vorstellung, dass Gesichter 'verboten' werden sollten, ist eine übertriebene, fast satirische Darstellung der Wirkung, die manche Menschen auf andere haben.
Auch heute bleibt dieser Gedanke relevant. In einer Zeit, in der wir über erste Eindrücke und nonverbale Kommunikation viel wissen, erinnert uns Hebbel daran, dass bestimmte Menschen – bewusst oder unbewusst – eine starke emotionale Wirkung haben können, die über ihr bloßes Äußeres hinausgeht.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Friedrich Hebbel
- Tätigkeit:
- deutscher Dramatiker und Lyriker
- Epoche:
- Realismus
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- Emotion:
- Keine Emotion