Es ist Blasphemie, das Buch, das sich Bibel nennt, als Wort Gottes zu bezeichnen. Es ist ein Buch voller Lügen und Widersprüche und eine Geschichte von schlechten Zeiten und schlechten Menschen.
- Thomas Paine

Klugwort Reflexion zum Zitat
Thomas Paine äußert sich hier radikal kritisch zur Bibel und zur religiösen Autorität, die sie für sich beansprucht.
Er betrachtet die Bibel nicht als göttliche Offenbarung, sondern als ein von Menschen geschriebenes Werk, das voller Widersprüche und moralisch fragwürdiger Inhalte ist. Indem er sie als eine Sammlung von 'schlechten Zeiten und schlechten Menschen' beschreibt, stellt er infrage, ob sie als moralische oder spirituelle Richtschnur taugt.
Dieses Zitat fordert eine kritische Auseinandersetzung mit religiösen Texten und die Frage, ob heilige Schriften immer wörtlich oder unfehlbar sein müssen. Paine vertritt hier einen aufklärerischen Standpunkt: Der Mensch sollte sich nicht blind auf religiöse Dogmen verlassen, sondern selbst kritisch denken.
Seine Worte bleiben bis heute kontrovers. Während für viele Gläubige die Bibel eine zentrale Quelle spiritueller Wahrheit ist, sehen andere – wie Paine – in ihr ein historisches Werk, das kritisch analysiert werden sollte. Sein Zitat erinnert daran, dass die Suche nach Wahrheit nicht zwangsläufig über traditionelle Texte führen muss, sondern über eigenständiges Denken und kritische Reflexion.
Zitat Kontext
Thomas Paine (1737–1809) war ein zentraler Denker der Aufklärung und ein scharfer Kritiker organisierter Religion.
Dieses Zitat stammt aus seinem Werk 'The Age of Reason' (1794), in dem er sich gegen die Bibel als göttliche Offenbarung wendet. Er argumentiert, dass religiöse Institutionen oft Macht über Menschen ausüben, indem sie unkritisches Denken fördern.
Der historische Kontext ist entscheidend: Paine lebte in einer Zeit, in der Religion noch eng mit politischer Macht verbunden war. Seine Kritik richtete sich nicht nur gegen die Bibel, sondern gegen die Idee, dass Religion über Vernunft und Wissenschaft stehen sollte.
Auch heute bleibt seine Botschaft relevant. In einer Welt, in der Religion für viele Menschen noch immer eine zentrale Rolle spielt, fordert sein Zitat dazu auf, Glauben nicht unkritisch anzunehmen, sondern ihn zu hinterfragen. Es erinnert uns daran, dass wahre Erkenntnis nicht in Dogmen liegt, sondern in der Freiheit des Denkens.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Thomas Paine
- Tätigkeit:
- brit.-amerik. politischer Aktivist, Schriftsteller und Intellektueller
- Epoche:
- Aufklärung
- Mehr?
- Alle Thomas Paine Zitate
- Emotion:
- Keine Emotion