Die Welt ist nicht ein Accidens der Gottheit, weil in ihr Widerstreit, Mängel, Veränderlichkeit, alles Gegenteile der Bestimmungen einer Gottheit, angetroffen werden.
- Immanuel Kant

Klugwort Reflexion zum Zitat
Kant reflektiert in diesem Zitat über die Eigenschaften der Welt und ihren Unterschied zur göttlichen Vollkommenheit. Die Welt ist geprägt von Konflikten, Unvollkommenheiten und Wandel – Eigenschaften, die im Gegensatz zu den Attributen einer göttlichen Existenz wie Vollkommenheit, Harmonie und Beständigkeit stehen. Mit ‚Accidens‘ verweist Kant auf die Vorstellung, dass die Welt kein beiläufiges oder nebensächliches Attribut Gottes ist, sondern vielmehr ein eigenständiges, von der göttlichen Natur getrenntes Phänomen.
Das Zitat regt dazu an, über die Trennung von göttlicher Perfektion und weltlicher Realität nachzudenken. Es fordert dazu auf, die Unvollkommenheiten der Welt als integralen Bestandteil unserer Existenz zu akzeptieren und daraus die Motivation zu schöpfen, diese zu verbessern, statt sie zu idealisieren.
Zitat Kontext
Immanuel Kant, einer der einflussreichsten Philosophen der Aufklärung, beschäftigte sich in seinen Werken intensiv mit der Natur von Gott und der Welt. Dieses Zitat fügt sich in seine kritische Auseinandersetzung mit der Metaphysik ein und reflektiert seine Ansichten zur Trennung von göttlicher Sphäre und weltlicher Realität.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Immanuel Kant
- Tätigkeit:
- Philosoph
- Epoche:
- Aufklärung
- Mehr?
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- Emotion:
- Keine Emotion