Die Eitelkeit nur hassenswert, wenn sie große Gegenstände zu ihrem Dienst mißbraucht, das Große um ihrentwillen affektiert; mit Kleinem darf man eitel sein, mit einer Schnalle, nicht mit einer großen Empfindung oder mit Mangel an Eitelkeit; daher man sie kleinen Menschen eher vergibt.
- Jean Paul

Klugwort Reflexion zum Zitat
Jean Paul spricht in diesem Zitat über die Eitelkeit und ihre unterschiedlichen Ausprägungen. Er unterscheidet zwischen einer harmlosen, fast charmanten Eitelkeit über Kleinigkeiten und einer gefährlichen, wenn sie große Werte oder Empfindungen instrumentalisiert. Seine Worte sind ein Appell, die Eitelkeit nicht pauschal zu verurteilen, sondern sie in ihrem Kontext zu betrachten.
Das Zitat regt dazu an, über die eigene Eitelkeit nachzudenken. Wann ist sie ein Ausdruck von Persönlichkeit, und wann wird sie destruktiv? Jean Paul lädt uns ein, Milde mit den Schwächen anderer zu haben, solange sie keine größeren Werte oder Ideale beschädigen. Es ist ein Aufruf, Eitelkeit mit Humor und Nachsicht zu betrachten – und dennoch wachsam zu bleiben, wenn sie sich auf Kosten des Wesentlichen ausdrückt.
Zitat Kontext
Jean Paul, ein feinsinniger Beobachter der menschlichen Natur, verstand es, Schwächen mit Humor und Tiefe zu analysieren. Dieses Zitat reflektiert seine differenzierte Sichtweise auf die Eitelkeit, eine Eigenschaft, die in seiner Zeit wie auch heute oft kritisiert wurde.
In einer Gesellschaft, die zunehmend von Status und Oberflächlichkeit geprägt ist, bleibt Jean Pauls Botschaft relevant. Er zeigt, dass Eitelkeit nicht per se schlecht ist, solange sie im Kleinen bleibt und keine großen Ideale gefährdet. Seine Worte erinnern daran, menschliche Schwächen nicht zu überbewerten und mit einer Portion Nachsicht zu betrachten.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Jean Paul
- Tätigkeit:
- deutscher Schriftsteller
- Epoche:
- Romantik
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- Emotion:
- Keine Emotion