Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids - und ein Quell unendlichen Trostes.
- Marie von Ebner-Eschenbach

Klugwort Reflexion zum Zitat
Marie von Ebner-Eschenbachs Zitat thematisiert die Dualität der Vergänglichkeit. Der Gedanke daran, dass alles Irdische nur vorübergehend ist, kann sowohl Trauer als auch Trost spenden. Das Leid entsteht aus der Erkenntnis, dass nichts von Dauer ist, dass wir geliebte Menschen, Errungenschaften oder besondere Momente verlieren werden. Gleichzeitig birgt dieser Gedanke Trost, da er uns die Möglichkeit gibt, Schmerz und Schwierigkeiten als ebenso vergänglich zu begreifen.
Diese Reflexion fordert dazu auf, die Vergänglichkeit als eine universelle Wahrheit zu akzeptieren und sie weder zu fürchten noch zu leugnen. Sie erinnert daran, dass die Zeit, die uns gegeben ist, kostbar ist, und ermutigt uns, jeden Moment bewusster zu erleben. Ebner-Eschenbachs Worte laden ein, die Vergänglichkeit nicht nur als Verlust, sondern auch als Möglichkeit zur Befreiung und zum Frieden zu sehen.
In einer modernen Welt, die oft von Streben nach Kontrolle und Dauerhaftigkeit geprägt ist, bleibt diese Botschaft zeitlos. Sie hilft, die Balance zwischen Akzeptanz und Hoffnung zu finden und zu erkennen, dass sowohl das Leid als auch der Trost aus demselben Quell entspringen. Ebner-Eschenbach inspiriert uns dazu, in der Vergänglichkeit nicht nur das Ende, sondern auch einen Neuanfang zu sehen.
Zitat Kontext
Marie von Ebner-Eschenbach, eine österreichische Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts, war bekannt für ihre tiefgründigen Reflexionen über das menschliche Dasein. Dieses Zitat spiegelt ihre Fähigkeit wider, die Ambivalenzen des Lebens zu erkennen und in prägnante Worte zu fassen.
Im historischen Kontext könnten ihre Worte als Reaktion auf die Unsicherheiten und Veränderungen der damaligen Gesellschaft verstanden werden, in der Industrialisierung und soziale Umwälzungen das Leben vieler Menschen prägten. Ihr Zitat bietet eine philosophische Perspektive auf das Unvermeidbare und ermutigt zu einer gelassenen Haltung gegenüber der Vergänglichkeit.
Heute ist diese Einsicht universell und relevant. Sie erinnert daran, dass Akzeptanz der Vergänglichkeit uns helfen kann, das Leben mit mehr Dankbarkeit und Perspektive zu betrachten. Ebner-Eschenbachs Weisheit lädt uns ein, die Dualität der Vergänglichkeit zu umarmen und sowohl den Trost als auch die Trauer als Teile eines größeren Ganzen zu akzeptieren.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Marie von Ebner-Eschenbach
- Tätigkeit:
- Österreichische Schriftstellerin
- Epoche:
- Realismus
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- Emotion:
- Keine Emotion