Als jemand, dessen Ehemann und Schwiegermutter Opfer von Mord und Totschlag geworden sind, lehne ich die Todesstrafe für Menschen, die wegen eines Kapitalverbrechens verurteilt wurden, entschieden und unmissverständlich ab... Eine böse Tat wird nicht durch eine böse Tat der Vergeltung wiedergutgemacht.

- Coretta Scott King

Coretta Scott King

Klugwort Reflexion zum Zitat

Coretta Scott King spricht hier eine sehr persönliche und tiefgehende Ablehnung der Todesstrafe aus, die aus ihrer eigenen Erfahrung resultiert. Sie hat sowohl ihren Ehemann, den Bürgerrechtler Martin Luther King Jr., als auch ihre Schwiegermutter durch Gewalt verloren, was ihre Haltung zu Vergeltungsmaßnahmen beeinflusst hat. In ihrem Zitat betont sie, dass die Todesstrafe als Reaktion auf Mord keine moralische oder gerechtfertigte Lösung ist, sondern lediglich den Kreislauf von Gewalt und Leid weiter perpetuiert. /n/n Die Ablehnung der Todesstrafe spiegelt die ethischen und religiösen Prinzipien wider, die Coretta Scott King stets vertrat. Sie glaubte an die Gewaltlosigkeit und an den Wert der Vergebung und des Verständnisses, selbst in Angesicht unvorstellbaren Leids. Ihr Widerstand gegen die Todesstrafe war auch eine politische Haltung, die sie in den Kämpfen der Bürgerrechtsbewegung immer wieder betonte. Das Zitat erinnert daran, dass der Versuch, Ungerechtigkeit mit weiteren Unrecht zu bekämpfen, nur zu mehr Leid führt und dass wahre Heilung nur durch Liebe und Versöhnung möglich ist.

Zitat Kontext

Coretta Scott Kings Ablehnung der Todesstrafe steht im Einklang mit ihrer gesamten Philosophie des Friedens und der Gewaltlosigkeit, die sie mit ihrem Ehemann Martin Luther King Jr. teilte. Beide setzten sich gegen rassistische Unterdrückung und für eine Gesellschaft ein, die auf Gerechtigkeit und Gleichheit basiert. Die Haltung von Coretta Scott King zur Todesstrafe war nicht nur eine persönliche Entscheidung, sondern auch ein politisches Statement, das sie in den Jahren nach dem Mord an ihrem Mann immer wieder äußerte. /n/n Angesichts der vielen Menschen, die in ihrer Familie und in ihrem Umfeld durch Gewalt ums Leben gekommen waren, nutzte sie ihre Stimme, um sich gegen die staatlich sanktionierte Gewalt in Form der Todesstrafe zu stellen. Ihre Ablehnung der Todesstrafe war nicht nur eine moralische Position, sondern auch ein Aufruf zu einem tieferen, ethischeren Verständnis von Gerechtigkeit, das den Kreislauf von Rache und Vergeltung durchbricht und zu echter Versöhnung und Heilung führt.

Daten zum Zitat

Autor:
Coretta Scott King
Tätigkeit:
US Bürgerrechtlerin
Epoche:
Nachkriegszeit
Emotion:
Keine Emotion