Würde man den Überfluss eines Volkes schätzen und eine ständige Steuer oder Wohltätigkeit erheben, gäbe es mehr Armenhäuser als Arme, mehr Schulen als Gelehrte und außerdem genug für die Regierung.
- William Penn

Klugwort Reflexion zum Zitat
William Penn macht hier eine kritische Beobachtung über soziale Gerechtigkeit und die Verteilung von Wohlstand. Er argumentiert, dass der Reichtum einer Gesellschaft oft ungleich verteilt ist – und dass eine gerechte Umverteilung dazu führen könnte, dass es weniger Armut und mehr Bildung gibt.
Seine Aussage verweist auf eine grundlegende Debatte: Sollte der Staat eingreifen, um Wohlstand gerechter zu verteilen, oder sollte dies der Markt selbst regeln? Penn deutet an, dass eine vernünftige Besteuerung oder Wohltätigkeit dazu führen könnte, dass weniger Menschen in Armut leben und mehr Ressourcen für Bildung und soziale Entwicklung zur Verfügung stehen.
Dieses Zitat fordert uns auf, über die Gerechtigkeit unseres eigenen Wirtschaftssystems nachzudenken. Sollten wohlhabendere Bürger mehr beitragen, um Armut zu verringern? Welche Rolle sollte der Staat in der Umverteilung von Reichtum spielen?
Besonders heute, in einer Zeit, in der soziale Ungleichheit eine zentrale gesellschaftliche Frage ist, bleibt seine Einsicht relevant. Er erinnert uns daran, dass eine gerechtere Verteilung des Wohlstands nicht nur denen hilft, die in Armut leben – sondern das gesamte gesellschaftliche Gefüge stabiler und wohlhabender macht.
Zitat Kontext
William Penn (1644–1718) war ein englischer Quäker, Philosoph und Gründer der Kolonie Pennsylvania. Er setzte sich für religiöse Freiheit, soziale Gerechtigkeit und faire Regierungsführung ein.
Dieses Zitat steht im Kontext seiner Überzeugung, dass eine gerechte Gesellschaft durch eine ausgewogene Verteilung von Wohlstand und Bildung gekennzeichnet ist. Er glaubte, dass durch eine vernünftige Besteuerung oder freiwillige Wohltätigkeit Armut reduziert und Bildung gefördert werden könnte.
Der historische Kontext zeigt, dass Penn in einer Zeit lebte, in der soziale Hierarchien stark ausgeprägt waren und der Zugang zu Bildung und Wohlstand stark von Geburt und Klasse abhing. Seine Worte sind ein Plädoyer für eine gerechtere Gesellschaft, in der niemand aufgrund von Armut ausgeschlossen wird.
Auch heute bleibt seine Botschaft bedeutend. In einer Welt, in der soziale Ungleichheit ein wachsendes Problem ist, erinnert uns sein Zitat daran, dass gerechter Wohlstand nicht nur eine moralische Frage ist – sondern eine, die die gesamte Gesellschaft stabiler, gebildeter und wohlhabender machen kann.
Daten zum Zitat
- Autor:
- William Penn
- Tätigkeit:
- englischer Quäker, Kolonialadministrator und Schriftsteller
- Epoche:
- Aufklärung
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- Emotion:
- Keine Emotion