Wer aber für einen Teil der Bürger sorgt, den anderen aber vernachlässigt, trägt eine äußerst gefährliche Sache in die Bürgerschaft: Aufruhr und Zwietracht.

- Cicero

Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat

Cicero warnt in diesem Zitat vor der Spaltung der Gesellschaft durch ungerechte Politik. Wenn Regierungen oder Führungen nur bestimmten Gruppen Vorteile verschaffen und andere vernachlässigen, führt dies zwangsläufig zu sozialer Unruhe und Konflikten. Die Ungleichbehandlung einzelner Teile der Bevölkerung erzeugt Unzufriedenheit, Misstrauen und kann letztlich zum Zerfall gesellschaftlicher Ordnung führen.

Diese Reflexion mahnt, dass eine gerechte und inklusive Politik notwendig ist, um Stabilität und sozialen Frieden zu wahren. Gesellschaftlicher Zusammenhalt basiert auf Fairness, Gleichberechtigung und der Berücksichtigung aller Interessen. Eine Regierung, die nur Partikularinteressen bedient, gefährdet den sozialen Frieden und schürt Zwietracht.

In modernen Demokratien bleibt Ciceros Warnung hochaktuell. Gesellschaftliche Spaltungen, ob wirtschaftlich, ethnisch oder politisch, können durch ungleiche Verteilung von Ressourcen und Chancen verstärkt werden. Das Zitat fordert zur Reflexion darüber auf, wie politische Entscheidungen getroffen werden und ob sie dem Gemeinwohl dienen.

Es erinnert daran, dass gerechte Politik nicht nur eine moralische, sondern auch eine gesellschaftlich notwendige Aufgabe ist.

Zitat Kontext

Marcus Tullius Cicero (106–43 v. Chr.) war ein bedeutender römischer Staatsmann, Redner und Philosoph. In einer Zeit großer politischer Instabilität und gesellschaftlicher Ungleichheiten setzte er sich für Rechtsstaatlichkeit und Gerechtigkeit ein.

Das Zitat spiegelt Ciceros Sorge um den sozialen Zusammenhalt Roms wider. Die römische Gesellschaft war stark von Klassenunterschieden geprägt, und politische Machtkämpfe führten häufig zu sozialen Spannungen.

Ciceros Gedanken sind auch heute relevant, da sie zur Wahrung gesellschaftlicher Gerechtigkeit und zur Förderung des sozialen Friedens aufrufen. Sie mahnen, dass politisches Handeln dem Wohl aller Bürger dienen muss, nicht nur privilegierten Gruppen.

Daten zum Zitat

Autor:
Cicero
Tätigkeit:
römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion