Wenn die Welt erst ehrlich genug geworden sein wird, um Kindern vor dem 15ten Jahr keinen Religionsunterricht zu erteilen; dann wird etwas von ihr zu hoffen sein.

- Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer

Klugwort Reflexion zum Zitat

Arthur Schopenhauer kritisiert in diesem Zitat die frühe religiöse Indoktrination von Kindern. Er argumentiert, dass Kinder vor dem 15. Lebensjahr nicht in der Lage sind, religiöse Konzepte kritisch zu hinterfragen, und dass es ehrlicher wäre, ihnen erst später die Möglichkeit zu geben, Religion eigenständig zu erkunden. Schopenhauer plädiert für eine Erziehung, die auf Vernunft und freiem Denken basiert, bevor Glaubensfragen vermittelt werden.

Diese Reflexion fordert dazu auf, über den Einfluss von Bildung und religiöser Erziehung auf die kindliche Entwicklung nachzudenken. Schopenhauer mahnt, dass wahre religiöse Überzeugungen nur aus freiem Willen und reflektierter Entscheidung entstehen können.

In einer Welt, in der Bildung und Erziehung weiterhin von kulturellen und religiösen Normen geprägt sind, bleibt diese Botschaft aktuell. Sie fordert dazu auf, Kinder in ihrer geistigen Entwicklung zu unterstützen, ohne sie frühzeitig in bestimmte Glaubensrichtungen zu lenken.

Das Zitat inspiriert dazu, Bildung frei von Dogmen zu gestalten und jungen Menschen Raum für eigenständiges Denken und Entscheiden zu geben.

Zitat Kontext

Arthur Schopenhauer (1788–1860) war ein deutscher Philosoph, bekannt für seine pessimistische Weltanschauung und seine kritische Haltung gegenüber Religion und Dogmen.

Dieses Zitat reflektiert Schopenhauers Überzeugung, dass Bildung und religiöse Überzeugung auf freiem Denken beruhen sollten.

Seine Gedanken bleiben relevant, da sie zur Reflexion über religiöse Erziehung, kritisches Denken und die Bedeutung individueller Freiheit anregen.

Daten zum Zitat

Autor:
Arthur Schopenhauer
Tätigkeit:
deutscher Philosoph
Epoche:
Moderne
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Emotion:
Keine Emotion