Wenn auch die Gesetze durch die Macht einer Person verschüttet sind und die Freiheit mit Furcht erfüllt ist, so kommen sie doch mitunter zum Vorschein.
- Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat
Cicero beschreibt in diesem Zitat die Resilienz von Gesetz und Freiheit, selbst unter der Unterdrückung durch die Macht Einzelner.
Er erkennt an, dass Gesetze und Freiheit durch Tyrannei und Angst zeitweilig unterdrückt werden können, betont aber, dass sie nicht dauerhaft ausgelöscht werden können. Es liegt in ihrer Natur, sich irgendwann wieder zu zeigen, denn sie sind tief in der menschlichen Gesellschaft verwurzelt. Diese Überzeugung gibt Hoffnung in dunklen Zeiten und erinnert daran, dass Gerechtigkeit und Freiheit immer wieder eine Möglichkeit finden, sich zu manifestieren.
Das Zitat lädt dazu ein, über die Natur von Recht und Freiheit nachzudenken. Es fordert uns auf, in schwierigen Zeiten nicht die Hoffnung zu verlieren, sondern daran zu glauben, dass die Prinzipien der Gerechtigkeit und Freiheit eine dauerhafte Grundlage des menschlichen Zusammenlebens bilden. Selbst wenn sie zeitweilig unterdrückt werden, bleiben sie als Ideale bestehen und warten auf den Moment, wieder aufzuerstehen.
Diese Reflexion inspiriert dazu, standhaft zu bleiben und sich für die Prinzipien von Recht und Freiheit einzusetzen, auch wenn die Umstände widrig sind. Cicero erinnert uns daran, dass Macht vergänglich ist, während die Grundwerte einer gerechten Gesellschaft eine beständige Kraft darstellen.
Zitat Kontext
Marcus Tullius Cicero, ein römischer Staatsmann und Philosoph, lebte in einer Zeit, die von politischer Instabilität, Machtkämpfen und dem Übergang von der Republik zum Kaiserreich geprägt war. Seine Erfahrungen mit den Machtmissbräuchen von Figuren wie Julius Caesar und später Augustus spiegeln sich in seinen Überlegungen zu Gesetz und Freiheit wider.
Cicero sah die Gesetze als den Grundpfeiler einer stabilen und gerechten Gesellschaft. Doch in Zeiten der Tyrannei wurden diese Gesetze oft durch persönliche Macht und Willkür unterdrückt. Dennoch glaubte er fest daran, dass die Prinzipien von Recht und Freiheit nicht dauerhaft ausgelöscht werden können, da sie ein grundlegender Bestandteil des menschlichen Geistes und der Gesellschaft sind.
Auch heute bleibt dieses Zitat aktuell, da es die Widerstandsfähigkeit von Gerechtigkeit und Freiheit unterstreicht. In einer Welt, in der autokratische Tendenzen und Machtmissbrauch immer wieder auftreten, erinnert Ciceros Gedanke daran, dass Recht und Freiheit trotz aller Unterdrückung eine beständige Kraft sind, die immer wieder ans Licht kommen werden. Es ist ein Appell, diese Werte zu schützen und sich für sie einzusetzen, egal wie widrig die Umstände auch sein mögen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Cicero
- Tätigkeit:
- römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
- Epoche:
- Klassische Antike
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- Emotion:
- Keine Emotion