Was die Religion angeht, halte ich es für die unabdingbare Pflicht jeder Regierung, alle gewissenhaften Bekenner zu schützen, und ich kenne keine andere Aufgabe, die die Regierung damit zu tun hat.

- Thomas Paine

Thomas Paine

Klugwort Reflexion zum Zitat

Thomas Paine formuliert hier eine klare Trennung zwischen Religion und Staat. Er sieht es als Aufgabe der Regierung, Religionsfreiheit zu gewährleisten und alle gläubigen Menschen zu schützen – doch darüber hinaus sollte der Staat keine weitere Rolle in religiösen Angelegenheiten spielen.

Diese Aussage unterstreicht ein zentrales Prinzip moderner Demokratien: den Schutz der individuellen Glaubensfreiheit, ohne dass der Staat sich in religiöse Fragen einmischt oder eine Religion bevorzugt. Paine betont, dass eine Regierung nicht in religiöse Dogmen eingreifen sollte, sondern einzig und allein die freie Ausübung des Glaubens sichern muss.

Dieses Zitat fordert uns auf, über die Rolle von Religion in der Politik nachzudenken. Sollte der Staat religiöse Werte fördern oder sich strikt neutral verhalten? Welche Gefahren entstehen, wenn Regierungen sich in religiöse Fragen einmischen?

Besonders heute, in einer Welt, in der religiöse Konflikte oft politische Dimensionen annehmen, bleibt Paines Einsicht relevant. Er erinnert uns daran, dass eine gerechte Regierung allen Glaubensrichtungen Schutz bieten muss – aber sich nicht als Akteur in religiösen Angelegenheiten betätigen sollte.

Zitat Kontext

Thomas Paine (1737–1809) war ein führender Denker der Aufklärung, der sich für Demokratie, Menschenrechte und die Trennung von Kirche und Staat einsetzte.

Dieses Zitat steht im Kontext seiner Überzeugung, dass Regierungen sich nicht in religiöse Fragen einmischen sollten. In seinen Schriften, insbesondere in 'The Age of Reason', kritisierte er religiösen Dogmatismus und argumentierte für individuelle Glaubensfreiheit.

Der historische Kontext zeigt, dass Paine in einer Zeit lebte, in der viele Staaten noch stark mit Religion verflochten waren. Seine Worte waren ein Plädoyer für eine Regierung, die sich nicht als moralische oder religiöse Instanz sieht, sondern allein die Freiheit der Bürger schützt.

Auch heute bleibt seine Botschaft bedeutend. In einer Welt, in der Religion oft als politisches Instrument genutzt wird, erinnert uns sein Zitat daran, dass wahre Religionsfreiheit bedeutet, dass der Staat sich neutral verhält – und dass sein einziger Auftrag der Schutz aller Glaubensrichtungen ist.

Daten zum Zitat

Autor:
Thomas Paine
Tätigkeit:
brit.-amerik. politischer Aktivist, Schriftsteller und Intellektueller
Epoche:
Aufklärung
Mehr?
Alle Thomas Paine Zitate
Emotion:
Keine Emotion