Wahrlich, wir leben in goldener Zeit, dem Geld wird die Ehre stets übertragen, dem Geld wird auch die Liebe zuteil.
- Ovid

Klugwort Reflexion zum Zitat
Ovids Zitat ist eine kritische Reflexion über die Bedeutung von Geld in der Gesellschaft. Es beschreibt eine Welt, in der finanzielle Mittel nicht nur als notwendiges Werkzeug angesehen werden, sondern als Hauptmaßstab für Ehre, Respekt und sogar Liebe. Diese Beobachtung ist sowohl ein Kommentar zur menschlichen Natur als auch eine Kritik an der gesellschaftlichen Priorisierung von materiellen Werten über immaterielle Ideale wie Charakter, Tugend und authentische Beziehungen.
Das Zitat lädt dazu ein, über die Auswirkungen einer solchen ‚goldenen Zeit‘ nachzudenken. Wenn Geld zu einem universellen Wertmaßstab wird, besteht die Gefahr, dass andere wichtige Werte, wie moralische Integrität oder emotionale Tiefe, in den Hintergrund treten. Ovids Worte erinnern uns daran, dass materielle Ressourcen zwar wichtig sind, aber keine Grundlage für wahre Ehre oder Liebe bieten können.
In der heutigen Gesellschaft, die oft von Kapitalismus und Konsum geprägt ist, bleibt Ovids Kritik aktuell. Sie regt dazu an, den Einfluss von Geld auf soziale Beziehungen und persönliche Werte zu hinterfragen. Das Zitat inspiriert dazu, darüber nachzudenken, welche Rolle Geld im eigenen Leben spielt, und ermutigt, Werte zu pflegen, die über das Materielle hinausgehen.
Zitat Kontext
Ovid (43 v. Chr.–17 n. Chr.), ein bedeutender römischer Dichter, war bekannt für seine scharfsinnigen und oft ironischen Beobachtungen über die Gesellschaft seiner Zeit. Sein Werk spiegelt die moralischen und kulturellen Dynamiken des antiken Roms wider, einer Gesellschaft, die von Status, Reichtum und Macht geprägt war.
Dieses Zitat spiegelt die Korruption und die zunehmende Bedeutung von Geld in Ovids Zeit wider. Die ‚goldene Zeit‘, die er ironisch beschreibt, verweist nicht auf eine Ära von Tugend und Harmonie, sondern auf eine Epoche, in der materielle Werte vorherrschen. Ovids Worte können als eine zeitlose Kritik an Gesellschaften gelesen werden, die materielle Güter über moralische und soziale Werte stellen.
Heute erinnert dieses Zitat daran, den Platz von Geld und materiellen Gütern in der eigenen Wertehierarchie zu hinterfragen. Es ist eine Einladung, kritisch auf gesellschaftliche Strukturen zu blicken und sich auf Werte zu besinnen, die Bestand haben, unabhängig von finanziellen Ressourcen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Ovid
- Tätigkeit:
- römischer Dichter
- Epoche:
- Klassische Antike
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- Emotion:
- Keine Emotion