Vorhandenes Vermögen soll man betrachten als eine Schutzmauer gegen die vielen möglichen Übel und Unfälle, nicht als eine Erlaubnis oder gar Verpflichtung, die Plaisiers der Welt heranzuschaffen.
- Arthur Schopenhauer

Klugwort Reflexion zum Zitat
Schopenhauer stellt hier eine pragmatische Sicht auf Besitz dar. Statt Geld als Mittel zum reinen Genuss oder zur Verschwendung zu betrachten, sieht er es als Schutz vor den Unwägbarkeiten des Lebens.
Er argumentiert, dass Vermögen nicht dazu da ist, um Luxus zu fördern oder Vergnügen zu maximieren, sondern vielmehr als eine Absicherung gegen Krisen und Notfälle dienen sollte. Diese Sichtweise widerspricht der weit verbreiteten Annahme, dass Wohlstand automatisch mit exzessivem Genuss verbunden sein sollte.
Dieses Zitat fordert uns auf, über unseren Umgang mit Geld und Ressourcen nachzudenken. Nutzen wir sie, um uns abzusichern und langfristige Stabilität zu schaffen, oder setzen wir sie unbedacht für kurzfristige Freuden ein? Schopenhauers Gedanke plädiert für eine verantwortungsbewusste Haltung, in der Vermögen nicht als Selbstzweck, sondern als Sicherheitsfaktor betrachtet wird.
Besonders heute, in einer Zeit des Konsums und der oft impulsiven Ausgaben, bleibt seine Einsicht relevant. Er erinnert uns daran, dass finanzielle Sicherheit nicht im Streben nach Luxus liegt, sondern in der Fähigkeit, unvorhersehbare Herausforderungen abzufedern.
Zitat Kontext
Arthur Schopenhauer (1788–1860) war ein deutscher Philosoph, bekannt für seine pessimistische, aber realistische Sicht auf das Leben und menschliches Verhalten.
Dieses Zitat steht im Kontext seiner Überzeugung, dass wahres Glück nicht durch äußeren Besitz entsteht, sondern durch geistige Unabhängigkeit und die Vermeidung von unnötigem Leid. Schopenhauer erkannte, dass Geld zwar Schutz bieten kann, aber nicht die Grundlage für wahre Erfüllung ist.
Der historische Kontext zeigt, dass Schopenhauer in einer Zeit lebte, in der wirtschaftliche Unsicherheiten viele Menschen in die Abhängigkeit von Reichtum oder Armut trieben. Seine Worte reflektieren die Idee, dass ein gesicherter Besitz als Schutz dient, aber nicht als Mittel zum exzessiven Vergnügen.
Auch heute bleibt seine Botschaft bedeutend. In einer Welt, in der viele Menschen zwischen finanzieller Unsicherheit und materialistischem Überfluss schwanken, erinnert uns sein Zitat daran, dass wahre finanzielle Freiheit nicht in der Verschwendung liegt – sondern in der klugen Vorsorge und Unabhängigkeit.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Arthur Schopenhauer
- Tätigkeit:
- deutscher Philosoph
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion